Kraft der Intuition

Wer vor schwierigen Entscheidungen steht, sollte nicht lange darüber nachdenken, das meinen zumindest die Bildungsforscher. Denn, wer intuitiv handelt, handelt meist ökonomischer, effizienter, schneller und besser.

Viele von uns sind der Meinung, dass wir schwierige Entscheidungen, wie zum Beispiel einen Autokauf oder berufliche Fragen eher mit dem Kopf angehen sollen. Dahinter steckt die Meinung, dass durchdachte Entscheidungen eher richtig sind als solche, die man aus dem Bauch heraus, also intuitiv, trifft. Aber stimmt das überhaupt? Was ist das Bauchgefühl, sprich die Intuition eigentlich?

Wenn man zum Beispiel in einer unbekannten Stadt einen bestimmten Platz sucht, sich an der Weggabelung spontan für die rechte Straße entscheidet und prompt auf dem richtigen Platz landet, ist das Intuition. Wenn der Freund sich nach eingehendem Studium des Stadtplans an der Gabelung für die rechte Straße entscheidet, ist das Verstand.

Oft wird unter Intuition ein Bauchgefühl verstanden, eine innere Stimme, auf die man hört um ein Urteil zu fällen, ohne erklären zu können, wieso man sich so entschieden hat.

3 Arten von Intuition

Heute gehen Wissenschaftler davon aus, dass im täglichen Erleben drei Arten der Intuition existieren.

1. Die Erste stellt das „Handlungswissen" dar und umfasst Situationen, in denen ein Mensch, trotz Unkenntnis einer bestimmten Handlungsweise, richtig reagiert. Das wird oft in Notfallsituationen beobachtet, wenn man jemandem zum Beispiel das Leben rettet, aber nicht genau weiß, wie man das geschafft hat.

2. Die zweite Art der Intuition ist der Geistesblitz, das „Aha-Erlebnis". Diese stellt sich meist unerwartet ein, nach langer Grübelei und meist kurz vor dem gedanklichen K.O.

3. Die dritte Art der Intuition ist das „somatische Körpergefühl". Ein Gefühl, das meist im Bauch lokalisiert wird. Es ist das schlechte Gefühl im Magen, das uns signalisiert, dass etwas Schlechtes bevorsteht. Dieses mulmige Gefühl schützt uns oft vor Gefahren, kann sich aber auch irren.

Bloß nicht lange nachdenken

In vielen Fällen gilt: Wir entscheiden dann besonders gut, wenn wir nicht darüber nachdenken. Wenn der Torwart zu schätzen beginnt, wo der Ball landen könnte, hat er ihn wahrscheinlich schon verpasst. Oft erweist sich die erste Idee, die man gedanklich hat, als gut und richtig. In dem Sinne: Lernen Sie, mehr auf Ihre Intuition zu hören.

Weibliche Intuition?
Eine Studie ergab, dass der Intuitionseffekt bei denjenigen Personen ausgeprägter vorhanden war, welche privat oder geschäftlich eine untergeordnete Stellung einnahmen. Personen in untergeordneter Funktion sind, so nimmt man an, mehr darauf angewiesen, die Gefühle der anderen richtig zu interpretieren, da sie auf diese Rücksicht nehmen müssen.
Also hat Intuition nichts mit dem Geschlecht, vielmehr mit der Stellung zu tun.
 

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