Kosten für Verhütung mit dem*der Partner*in teilen: Das sind eure Erfahrungen

Wer zahlt die Pille, Kondome, die Spirale? Wie teilt man die Kosten auf? Wir haben diese Frage an unsere Leser*innen gestellt und die haben geantwortet. Hier die Ergebnisse.

Kosten für Verhütung mit dem*der Partner*in teilen: Das sind eure Erfahrungen

Das Leben als Frau ist teuer. Das wissen wir alle. Denn neben Beauty-Produkten, von denen uns die Schönheitsindustrie einredet, dass wir sie brauchen, kommen noch Kosten für Tampons, Wärmflaschen und Schmerztabletten während unserer Tage dazu. Und dann ist da noch das Thema mit den Verhütungsmitteln. Etwas, das leider noch immer häufig Frauensache ist.

Wir haben euch gefragt, wie ihr die Kosten für Verhütungsmittel teilt, ob ihr sie teilt oder was eure Gedanken dazu sind. Hier also die zahlreichen Antworten, die ihr uns darauf gegeben habt:

  • "Wie komm ich dazu, die Kosten allein tragen zu müssen?"
  • "Bisher hab' ich immer selbst dafür gesorgt und gezahlt und das wird auch bis auf weiteres so bleiben. Mein Ex hat mir einmal die Hälfte gezahlt, aber das wars auch schon."
  • "Ich war 10 Jahre verheiratet und ich habe den Großteil der Beziehung die Verhütung allein gezahlt. Nach der Geburt unseres Kindes, hatte ich viel stärkere Monatsblutungen weshalb ich mir die Hormonspirale einsetzen ließ. Die kostet 550,- einmal für 5 Jahre. Mein Mann und ich haben damals entschieden diese Kosten zu teilen. Ich fand das damals richtig und vernünftig und grundsätzlich bin ich auch der Meinung solche Kosten sollten geteilt werden.Nun kam es allerdings so, dass mein Mann und ich uns trennten. Wenig später lernte ich einen anderen Mann kennen, der seitdem in den 'Genuss' dieser Verhütungsmethode kommt. Theoretisch sollte ich nun den Teil, den mein Ex dazugezahlt hat, zurückgeben. Gott sei Dank ist ihm das nicht wichtig.Jetzt ist es wieder an der Zeit die Spirale auszutauschen, und obwohl ich wieder in einer monogamen fixen Beziehung bin, weiß ich nicht was in 5 Jahren sein wird. Daher möchte ich die nächste jedenfalls allein bezahlen."
  • "Welcher Mann zahlt schon für Verhütung? Keiner!"
  • "Ich teile die Kosten für die Pille mit meinem Freund. Es sind zwar nur 40€/Jahr, geht mir aber ums Prinzip da uns das Thema eben beide betrifft."
  • "Wir teilen die Kosten nicht, weil ich ohne wenn und aber die Autonomie über meinen Körper behalten will: Welches Verhütungsmittel, Spirale drinnen lassen, rausnehmen, mit Hormonen, ohne, billig, teuer. Wenn Geld fließt, könnte der Eindruck entstehen dass er auch mitreden darf. Ich sehe es aber als meine Entscheidung wenn es sich um so eine invasive Methode handelt (nicht gemeint ist Kondom/Femidom o.ä. das man einmalig benutzt und den Körper nicht verändert —> da würde ich die Kosten teilen wenn es das einzige Verhütungsmittel ist oder wenn ich z. B. Kosten für die Pille trage, fände ich es fair wenn er die Kosten für das Kondom übernimmt)."
  • "Wir teilen tatsächlich, weil mir das meine Frauenärztin geraten hat, als ich vor sieben Jahren mit der Pille angefangen habe. Seit ein paar Jahren verdient mein Mann allerdings mehr, deshalb kommt er komplett dafür auf."
  • "Wir teilen alle Kosten: Miete, Lebenserhaltungskosten und eben auch Verhütung. Ich habe noch nie darüber nachgedacht, dass man das nicht machen könnte."
  • "Ich habe mich vor eineinhalb Jahren (nach 3 Jahren Beziehung) für einen Wechsel von der Pille zum Kupferkettchen entschieden. Die Kosten für die Pille habe ich davor getragen, diese haben sich zwar summiert, aber da ich immer 3-Monats-Packungen hatte, waren sie überschaubar. Die Entscheidung habe ich mit meinem Partner gemeinsam getroffen, da dadurch auch klar war, dass der Kinderwunsch für mindestens 4-5 Jahre aufgeschoben wurde. Er hat mich in allem unterstützt und sich mit mir auch ausführlich über das Thema und die Vor- und Nachteile informiert. Es war für ihn auch klar, dass er die Hälfte der Kosten übernimmt. Ich bin sehr froh dass er das damals angeboten hat, ich selbst hätte nie danach gefragt und wir sind bis heute glücklich mit der Entscheidung!"
  • "Sehr spannende Frage. Meistens kümmert sich Frau komplett selbst darum. Interessant wäre es zu wissen, ob damals, als Frauen eine Unterschrift von ihrem Mann brauchten, um ein Rezept für die damals noch neue Pille zu bekommen, auch schon die Kosten selbst getragen haben?"
 

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