Könnte Schulalltag lustiger gehen?

Dad zechlich. Ja, ich hab das absichtlich so geschrieben. Weil ich mich dran erinnere, dass ich früher oft lachen musste, wenn ich Aufsätze korrigiert hab. Also wollte ich Lustigkeiten von heute sammeln. Aber das ging irgendwie nicht. Deshalb plädiere ich für mehr Aufmerksamkeit auf die lustigen Dinge!

Huch. Wie soll ich sagen, ich war doch recht überrascht. Als ich nämlich meinen Lehrerinnen-Freundinnen-Kreis gebeten hab, man möge mir bitte ein paar lustige Stilblüten schicken, damit ich sie mit der WIENERIN-Welt teilen kann und wir alle vor dem langen Wochenende noch ein bisschen was zum Schmunzeln haben - das ging irgendwie nach hinten los.

Eine hat mir zwar lustige Schreibweisen geschickt (danke dafür!) - und zwar diese hier:

"niehmant"

"Papriger"

"Pul"

"Felsglibe"

Und, alles verstanden?

Ratlosigkeit

... aber die anderen hab ich mit meinem Ansinnen in tiefe Ratlosigkeit gestürzt. "Ähm, da müsst ich nachschauen", "Na, ich kann mich an nix erinnern", "Phu, ich hatte heute mündliche Matura, mein Hirn is Matsch, schlechter Zeitpunkt". Output:Nix. Bis auf eine magere Situation:

"Frage: Welche wichtigen Erfindungen kennst du? Antwort: den Klobus."

Das hat mich wiederum in Staunen versetzt, gibt´s doch schließlich ganze Bücher voller "Stilblüten". Also hab ich noch mal nachgehakt, und nachgefragt, ob sie sich wirklich an nichts erinnern, was sie auch mal in einer lustigen Runde weitererzählen. Nein. Nichts. Statt dessen kam als Erklärung "Ich find das so unfair den Kindern gegenüber. Ich schimpf auch immer mit Kollegen, wenn die aus dem Heft was posten." Na gut, wenn man die Handschrift eines Kindes erkennen könnte, muss das auch nicht auf Facebook. Aber als Zitat? Warum denn nicht? Und dabei geht´s ja auch nicht darum, jemanden bloßzustellen oder aus-zulachen. Sondern darum, sich den Alltag einfach ein bisserl lustiger zu gestalten. Ein bisserl bunter. Geteilter Verschreiber ist doch doppelt lustiger Verschreiber! Und so ein bisschen Lachen in ein Konferenzzimmer bringen, das schadet doch nicht!

Na gut, dann reiche einfach ich noch was aus meiner eigenen Schulzeit nach: Deutsch, 1. Klasse Gymnasium, es ging um Kochanleitungen und ein Schulkollege von damals schrieb: "Die Schnitzel BRUNZELTEN in der Pfanne". Ich find´s heut noch witzig.

WIENERIN-Autorin Ursula Neubauer hat selbst mal unterrichtet. Aber nur kurz. Der Lehrberuf war nix für sie. Das Thema Schule begleitet sie aber nach wie vor dank vieler Lehrerinnenfreundinnen. In dieser Kolumne schreibt sie über Erlebnisse zwischen Lehrer- und Nichtlehrermenschen und den ganz normalen Schulwahn(sinn).

Zu allen Beiträgen der "Hey, Frau Fessa"-Kolumnenreihe.

 

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