Kollegen spenden Überstunden, damit Papa bei krankem Sohn sein kann

Sechs Monate bei vollem Gehalt bei seinem kranken Sohn zuhause sein: das kann dieser Papa nur aufgrund seiner mitfühlenden KollegInnen.

Eigentlich wollte der Papa eines kranken Sohnes nur unbezahlten Urlaub, doch jetzt kann er sechs Monate bei vollem Gehalt zuhause bleiben. Und das dank seiner spendablen KollegInnen, die ihm ihre Überstunden schenkten.

Jens Rösener ist Mitarbeiter eines Berliner Maschinenbauunternehmens. Sein Sohn wurde im Sommer schwer krank, er leidet unter einer Herzmuskelschwäche. Als er in Lebensgefahr schwebte, musste er in eine Klinik in Heidelberg gebracht werden. Dort schlug sein Papa sein Lager auf einem Campingplatz auf, um in der Nähe zu sein.

"Ich hoffe, dass ich mich einmal bedanken kann"

Weil er keine Überstunden und auch keinen Urlaub mehr übrig hatte, bat er um unbezahlten Urlaub. Doch sein Chef war dagegen: "Ich wollte unbedingt vermeiden, dass die Familie sich auch noch finanzielle Sorgen machen muss, weil ein Einkommen wegbricht", wird der Chef vom SPIEGEL zitiert. Die Idee: die MitarbeiterInnen der Firma sollten einige ihrer Überstunden spenden. Und das taten sie auch.

930 Stunden kamen zusammen, und damit fast sechs Monate bezahlter Urlaub. Rösener schrieb daraufhin an seine KollegInnen: "Ich hoffe, dass ich irgendwann die Gelegenheit bekomme, mich in irgendeiner Weise dafür gebührend zu bedanken und zu revanchieren." Alle Stunden hat er bisher nicht aufgebracht - Rösener arbeitet wieder, während sein Sohn zur Schule geht und auf ein Spenderherz wartet. Doch die gespendeten Überstunden werden ihm bleiben.

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