Knüller in Hülsen

Bohnen und Hülsenfrüchte sind eiweißreiche Sattmacher. Sie ergänzen jeden bewussten Ernährungsplan. Ob als Püree, Gulasch, im Speckmantel oder pur als Beilage. Mit kleinen Tricks können sie sehr verträglich zubereitet werden.

Bohnen und Hülsenfrüchte strotzen nur so vor Eiweiß, wertvollen Kohlehydraten, Ballaststoffen Vitamin C und K, außerdem liefern sie eine Menge an Mineralstoffen wie Folsäure, Eisen, Kalium und Magnesium. Es wird ihnen sogar eine krebshemmende Eigenschaft nachgesagt. Je nach Sorte liefern Bohnen nur 29 bis 300 kcal pro 100 Gramm. Brechbohnen wiegen auf der Kalorientabelle am leichtesten, Kichererbsen haben mit 275 kcal/100 Gramm die meiste Energie.

Bohnen waren vermutlich schon in der Antike ein wichtiger Bestandteil in der europäischen Küche. Im 12. und 13. Jahrhundert gab es sogar andalusische Aufzeichnungen von vermutlich 12 verschiedenen Bohnensorten. Hülsenfrüchte sind getrocknete Samen der Schmetterlingsblütler. Die Pflanzen gedeihen in trockenen und warmen Klima. Der Anbau ist sehr effektiv, schon auf kleinen Flächen können große Ernten erzielt werden, weshalb Bohnen & Co. fast weltweit ein wichtiger Bestandteil der Ernährung ist.

Bohnen, Erbsen und Linsen sind leicht zuzubereiten. Die getrockneten Hülsenfrüchte werden erst gut gewaschen und - am besten über Nacht - in der drei- bis vierfachen Menge kalten Wasser eingeweicht. Einige Inhaltsstoffe gehen dabei auf das Einweichwasser über, deshalb im selben Wasser eventuell gemeinsam mit Speckschwarten, Schinkenknochen, gespickter Zwiebel, Kräuter- oder Gewürzsäckchen im Einweichwasser kalt ansetzen und weich kochen. Der aufsteigende Eiweißschaum sollte immer wieder abgeschöpft werden. Erst nachdem die Bohnen weich sind, salzen und säuern.

Wem das zuviel Arbeit ist, der kann getrost auf fertige Bohnen in Dosen zurückgreifen.

Wie Hülsenfrüchte leichter verdaut werden können und was es mit Sojabohnen und Hummus auf sich hat, lesen Sie auf Seite 2!

Kichererbsenspaß mit Kindern
Ein Gruseltipp für Halloween: Kichererbsen nehmen besonders viel Wasser auf. Deshalb trockene Erbsen in einem kleinen Gefäß mit einigem Wasser aufweichen und auf ein Metalltablett stellen. Nach einiger Zeit quellen die unteren Erbsen auf, werden größer und lassen so die oberen, trockenen Erbsen auf das Bleck purzeln. Woher kommen bloß diese Geräusche?

Jedem Böhnchen sein Tönchen?

Durch die zum Teil verholzte Rohfaser sind Hülsenfrüchte und Bohnen oft schwer verdaulich. Die blähenden Stoffe werden beim Kochen auf das Wasser übertragen. Deshalb sollte man unbedingt, sobald die Hülsenfrüchte weich gekocht sind, diese abseihen und im frischen Wasser oder in Tomatensoße fertig garen.

Jungbrunnen aus Asien?

Den Sojabohnen werden seit langen viele gute Wirkungsweisen auf den weiblichen Körper nachgesagt. Soja enthält Isoflavone - diese ähneln den Hormonen Östrogen und Androgen, man nennt sie deshalb auch Phytoöstrogene. Soja soll, regelmäßig verzehrt, die Wechselbeschwerden mindern und Kalziumverlust aus den Knochen verhindern. Klinisch konnten diese Wirkungsweisen nicht bewiesen werden, dennoch forscht die Pharmazie weiterhin in dieser Richtung.

Hummus liegt im Trend

Die Namensähnlichkeit mit Humus, der nährstoffreichen Erdschicht, hat der orientalischen Spezialität in unseren Breiten nicht unbedingt zu Erfolg verholfen. Doch die leckere Kichererbsenpaste ist in Lybien, Israel, Palästina und Syrien nicht umsonst äußerst beliebt.
Dabei kann man Hummus ganz leicht selbst machen. Eingeweichte Kichererbsen einfach mit Kräutern, Knoblauch und diversen Gewürzen, Olivenöl, Zitronensaft und Salz pürieren. Traditionell wird Hummus auf Fladenbrot gereicht.

Mischt man die Paste mit etwas Mehl können daraus Bällchen geformt werden und diese als außergewöhnliche Knabberei in Öl herausgebacken werden.

 

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