Kleinkinder in Betreuung

Immer mehr Kleinkinder werden in Betreuungseinrichtungen untergebracht. Neue Rekordzahlen der Statistik Austria zeigen, dass Eltern ihre Kinder immer früher in Tagesheime schicken.

Mehr als 57.000 Kleinkinder bis zum Alter von zwei Jahren haben im Jahr 2014/15 Betreuungseinrichtungen besucht. Das sind doppelt so viele wie noch vor sieben Jahren. Die neuen Zahlen aus der Kindertagesheimstatistik der Statistik Austria zeigen, dass Eltern ihre Kinder immer früher in Betreuungseinrichtungen schicken. Auch die Drei- bis Fünfjährigen sind mit mehr als 223.000 betreuten Kinder ein neuer Rekord.

0-2-Jährige: In Niederösterreich größter Zuwachs

Im Siebenjahresvergleich können alle Bundesländer Zuwächse verzeichnen. In Niederösterreich fällt das Plus von 3.825 auf 10.397 Kinder (+171,8%) jedoch am höchsten aus. Der Anstieg ist auf die im September 2008 in Niederösterreich durchgeführte Öffnung der Kindergärten für Zweieinhalbjährige zurückzuführen.

In Oberösterreich (+133,3%) und in der Steiermark (+125,5%) haben sich die Betreuungszahlen in den letzten sieben Jahren ebenfalls weit mehr als verdoppelt. Trotzdem wurden dort, gemessen an der Wohnbevölkerung, die wenigsten 0-2-Jährigen in Einrichtungen betreut. In Wien wurden 2014/15 sogar schon vier von zehn Kleinkindern in einem Kindertagesheim betreut, damit liegt Wien klar über dem Österreich-Durchschnitt von 23,8%.

Österreichweit besuchte knapp die Hälfte der Zweijährigen eine Kinderbetreuungseinrichtung (49,7%), bei den Einjährigen lag die Betreuungsquote bei 19,9%.

Neuer Höchststand auch bei 3- bis 5-Jährigen

Auch bei den Kindern im typischen Kindergartenalter von drei bis fünf Jahren wurde 2014/15 ein neuer Höchststand erreicht. 223.517 Kinder besuchten ein Kindertagesheim oder als vorzeitig Eingeschulte bereits eine Schule, um 7,4 Prozent mehr als vor sieben Jahren. Die kombinierte Betreuungsquote lag österreichweit bei 92,3%, wobei das Burgenland mit 98,0% und Niederösterreich mit 96,0% die höchsten Werte aufwiesen. Die Steiermark (85,7%) und Kärnten (87,5%) lagen hingegen relativ deutlich unter dem Österreich-Durchschnitt.

 

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