Kleinkind in Berlin an Masern gestorben

Wie am 23. Februar bekannt wurde, ist am 18. Februar ein an Masern erkranktes Kleinkind in Berlin gestorben. Damit wird deutlich, dass Kinderkrankheiten kein Kinderkram, sondern gefährliche Erkrankungen sind. Die Impfdebatte tobt unterdessen in Deutschland weiter.

Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) gab bekannt, dass es am 18. Februar zu einem Todesfall gekommen ist. Ein 18 Monate alter Bub ist in einem Krankenhaus an der Infektionskrankheit gestorben.

Seit Oktober wird Berlin von einer Masernwelle erfasst, bis heute wurden 574 Fälle erfasst. Damit handelt es sich um die größte Masernepidemie seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes im Jahr 2001.

Im Berliner Stadtteil Lichtenrade blieb wegen der Masernepidemie heute sogar eine Schule mit 1000 Schülern geschlossen. Auch hier ist es bei einem Schüler zu einerm schweren Verlauf der Erkrankung gekommen. Die Schule soll morgen zwar wieder geöffnet werden, allerdings müssen Schüler ihre Impfpässe vorlegen. Nicht geimpfte Lehrer werden vorerst nicht unterrichten.

Diskutiert wird seit Längerem eine Impfpflicht für Masern, eine Einführung steht momentan allerdings nicht im Raum. Stattdessen soll künftig besser über die Folgen von einem fehlenden Impfschutz informiert werden. Die Durchimpfungsrate bei Kindern in Berlin liegt bei 95 Prozent.

 

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