Kirsten Dunst

Wer wie KIRSTEN DUNST (31) schon als Kind als Star gefeiert wird, läuft Gefahr, irgendwann an der Traumfabrik Hollywood zu scheitern. Doch trotz Höhen und Tiefen hat die blonde Ausnahmefrau ihre Balance gefunden – obwohl in ihrem neuesten Film ihre Welt wortwörtlich auf dem Kopf steht …

Was passiert, wenn man sich in jemanden verliebt, von dem man den Eindruck hat, er würde in einer anderen Welt leben? KIRSTEN DUNST (31) kann diese Frage jetzt beantworten. Ihr neuer Film Upside Down erzählt die Geschichte einer großen Liebe - einer Liebe zwischen zwei Welten, von denen eine im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Kopf steht. miss traf die beliebte Schauspielerin zu einem Gespräch über schräge Filmküsse, schöne Erinnerungen und die Kunst, auf Anti-Aging-Produkte zu verzichten ...


Ist dir bewusst, dass viele Leute denken, Stars wie du würden in einer Welt über uns leben - und wir darunter?

Die Leute denken vielleicht so, aber das stimmt nicht. Wir leben keinesfalls in einer höheren Welt oder einer Welt namens Up (Anm. d. Red.: In Upside Down heißen die zwei Welten Up und Down).

In Upside Down verlierst du als Eden dein Gedächtnis. Gibt es Momente in deinem Leben, die du auf keinen Fall vergessen willst?
Das ist eine gute Frage. Wenn du sie mir in zehn Jahren noch mal stellst, kann ich vielleicht antworten - und das würde ich sicher nie vergessen: „Der Moment, als mein Kind geboren wurde". Aber ich bin 31 und habe diesen speziellen Moment noch nicht erlebt.

Kirsten Dunst


Wäre es okay für dich, dein bisheriges Leben auszu­löschen und von vorne anzufangen?
Es ist wichtig, im Moment zu leben und nicht an vergangenen Erinnerungen festzuhalten, die sowieso nie wieder­kommen. Deshalb tue ich das auch nicht. Okay, ich gebe zu, ich will niemals den Tag vergessen, an dem ich die Schule beendet habe, weil das bedeutete, dass ich da nie wieder hinmuss (lacht).

Man hat bei dir den Eindruck, dass du lieber gut erzählte Geschichten drehst, als auf große, sichere Blockbuster zu setzen ...
Was mich stets reizt, sind gute Regisseure. Sie sind diejenigen, die den Laden schmeißen. Ich arbeite lieber mit einem großartigen Regisseur, als ein super Drehbuch zu verfilmen mit jemandem, von dem ich denke, er sei mittelmäßig - ich glaube einfach, dass alles an ihnen hängt. Sie dirigieren den Prozess.

Stimmt es, dass du für Upside Down jede Menge Tanzstunden genommen hast?
Ja, ich habe viele Unterrichtsstunden in New York und Montreal genommen. Es war echt harte Arbeit, bis die Tango-Szene im Film funktioniert hat. Manche Bewegungen waren härter als andere. Letztlich ist es aber der Mann, der führt, also musste ich ihm einfach nur folgen. Ich liebe es, Tango zu tanzen!

Also werden die Produzenten von Dancing with the Stars bald bei dir anklopfen?
Oh Gott, ich hoffe nicht (lacht)!

Kirsten Dunst


Der Kuss mit Jim Sturgess in Upside Down erinnert an den berühmten Kuss in Spiderman ...
Na ja, es war nicht wie in Spiderman, weil ich nicht auf dem Kopf stand, auch wenn im Film die Welt Up sonst immer auf dem Kopf steht. Aber bei diesem spe­ziellen Kuss lag ich mit dem Gesicht nach unten, an einen Felsen festgeschnürt, und Jim war unter mir, also war es ein Gesicht-an-Gesicht-Kuss und kein auf den Kopf gestellter (grinst).

In Upside Down spielt eine wundersame Anti-Aging-Creme eine Rolle. Glaubst du, das zielt ein bisschen auf den Teil unserer Gesellschaft, der Angst vor dem Altern hat?

Das ist doch eine großartige Aussage für ein Märchen! Ich liebe diese Szenen, wenn die Gesichter der Frauen alle so verrückt aussehen, wenn sie jünger werden (lacht).
Würdest du denn diese Creme verwenden, um jünger auszusehen? Frag mich das nochmal in 30 Jahren (lacht).

 

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