Kinderarbeit

Weltweit müssen rund 150 Millionen Minderjährige arbeiten, oft unter gesundheits- oder lebensgefährlichen Bedingungen. Am 12. Juni, dem Welttag gegen Kinderarbeit, versuchen zahlreiche Organisationen auf diese Tatsache aufmerksam zu machen.

Weltweit arbeiten laut Unicef rund 150 Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren. Vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern gehört Kinderarbeit zum Alltag. Die Bedingungen schaden oft nicht nur der Gesundheit und Entwicklung, sondern können teilweise auch lebensgefährlich für die Minderjährigen sein.

Kinderarbeit ist laut Kinderrechtskonvention verboten, wenn die Kinder nicht zur Schule gehen können, die ausgeübte Arbeit die Entwicklung der Kinder (körperlich, seelisch, sozial) schädigt oder sie gefährlich bzw. gesundheitsgefährdend ist.

Trotzdem ist die Zahl der Kinderarbeiter weiterhin hoch. Meist arbeiten die Minderjährigen, um ihre oft bitterarmen Familien zu unterstützen. Besonders betroffen ist die Region südlich der Sahara, wo laut Unicef 69 Millionen Kinder arbeiten müssen, weitere 66 Millionen sind es in Süd- und Ostasien, 12 Millionen in Südamerika. Weltweit werden 8, 4 Millionen Kinder als Kindersoldaten, Schuldknechte oder Zwangsarbeiter eingesetzt. Mindestens 1 Million Kinder werden zudem allein in Asien als Prostituierte missbraucht.

Was tun?

Kinderarbeit zu verbieten, sei nicht einfach, betont die Unicef. Ausbeutung und Gewalt müsse jedoch verhindert, das Recht auf Bildung gewährleistet sein. Die Organisation setzt sich dafür ein, dass arbeitende Kinder trotzdem zur Schule gehen können, arme Familien zu unterstützen und Schutz und Strafen vor bzw. gegen Kinderarbeit zu gewährleisten.

Wer als Konsument sichergehen möchte, keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu kaufen, kann sich etwa an dem Fairtrade-Siegel orientieren. Fairtrade verbietet ausbeuterische Kinder- und Zwangsarbeit und hat Standards in Übereinstimmung mit den Standards zur Kinderarbeit zur ILO erarbeitet.

Einige international agierende Unternehmen haben sich zudem in Zusammenarbeit mit internationalen Gewerkschaften zu Rahmenbedingungen verpflichtet, die grundlegende Verhaltenskodizes für Arbeitsrechte festlegen und damit auch Richtlinien zu Kinderarbeit vorgeben.

Auch die Unterstützung von Projekten gegen Kinderarbeit hilft, Ausbeutung von Minderjährigen zu abzuschaffen. Was Verbraucher noch gegen ausbeuterische Kinderarbeit tun können, hat die Organisation Terre des Hommesin einer Broschüre zusammengefasst >>

 

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