Kinder zerkratzen preisgekröntes Gebäude: Eltern sagen nichts

Zwei Mädchen wollten ein preisgekröntes Gebäude noch schöner machen und haben es umgestaltet. Der Leiter der Kunstsammlung ist entsetzt. 

Wenn wir an unsere eigene Kindheit zurückdenken, fallen uns einige Streiche und alltägliche Sachbeschädigungen ein: Wände voller Filzstift, ausgerissene Pflanzen oder der ein oder andere Telefonstreich. Und irgendwie gehören solche kleinen Scherze auch zur Kindheit dazu, oder?

Zwei Mädchen aus Düsseldorf haben auf unsere Scherzerl aber ordentlich einen draufgesetzt: Die Kinder haben nämlich kürzlich ein Gebäude mit Liebesbotschaften, Herzen und Buchstaben "verschönert". Was jetzt harmlos klingt, sorgte jedoch für ziemlich viel Aufsehen und Entsetzen. Denn bei der beschmierten Fassade handelt es sich um das Düsseldorfer Kunsthaus, das gerade erst mit einem Architekturpreis ausgezeichnet wurde. Die Kinder haben während ihrer Aktion über mehrere Meter entlang der rostbraunen Fassade ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und so ihr eigenes Kunstwerk gestaltet.

Videos zeichneten die "Verschönerungsaktion" auf

Leider haben die Eltern nicht bedacht, dass die ganze Zeit über zwei Überwachungskameras den Vorfall aufzeichnen. Und so kam man auch dahinter, dass die Kinder unter Aufsicht den Schaden anrichteten. Zunächst waren die Mädchen noch allein, als sie bemerkten, dass man mit kleinen Steinen auf der Fassade malen kann. Während die sie ihre Botschaften in die Fassade ritzten, kamen auch zwei Erwachsene dazu. Aber anstatt einzugreifen, fanden sie anscheinend auch Gefallen an der Kunst ihrer Kinder. Dass die Kinder daran keine Schuld haben, versicherte der Kunstsammler und Leiter der "Sammlung Philara" Gil Bronner. Allerdings verstehe er nicht, warum die Eltern nicht eingegriffen haben. Die sollen anscheinend einfach bei der Beschädigung der Außenwand zugeschaut haben, ohne irgendetwas zu sagen. "Das ist ein richtiger Schaden", sagt er gegenüber spiegel.de. Womöglich müssten nun Teile der Fassade ausgetauscht werden.

Mittlerweile wurden laut stern.de "die Eltern inzwischen ausfindig gemacht" und man möchte die Sache nun auf sich beruhen lassen. Vielleicht haben die MitarbeiterInnen der Galerie ja auch Gefallen an der neuen Fassadengestaltung gefunden.

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