Keuschheit

Wer heute keusch lebt muss mit Unverständnis und schiefen Blicken klarkommen. Wir haben hinterfragt: Welche Gründe sprechen für eine sexuelle Enthaltsamkeit im 21. Jahrhundert?

Als Keuschheit wird der bewusste Verzicht auf sexuelle Befriedigung, Gedanken oder Wünsche auf Grund von Scham oder einem moralischen oder ethischen Grundsatz bezeichnet. Was heute als altmodisch und unverständlich angesehen wird, ist in vielen Kulturen noch gängig: Jungen Unverheirateten wird Keuschheit als etwas Reines und als Zeichen von Unversehrtheit vermittelt. Vor allem von Frauen wird in diesen Kulturen erwartet, sexuell Enthaltsam bis zur Ehe zu leben, während dies bei Männern nicht so streng genommen wird.

Doch nicht nur Jungfrauen können keusch sein: Im Gegensatz zu allen Überzeugungen religiös motivierter Gruppen bedeutet sexuelle Enthaltsamkeit nicht mehr als sich zu entscheiden, für eine bestimmte Zeitspanne keinen Sex zu haben. Dabei ist es nicht wichtig, ob man bereits in einer Beziehung lebt oder eine Phase zwischen zwei Beziehungen hast, bereits Erfahrungen hat oder noch Jungfrau ist. Viele Gründe können jemanden dazu bringen, auf Sex selbst über Jahre hinweg zu verzichten.

Keuschheit als Verhütungsmittel

So witzig es klingt: Sexuelle Enthaltsamkeit ist das sicherste Verhütungsmittel überhaupt, es gewährt Ihnen zu 100% Sicherheit vor ungewollten Schwangerschaften. Außerdem schützt es vor sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten. Insofern hat Keuschheit zwei sehr große Vorteile zu verbuchen.

Als weiteren Vorteil wird gesehen, dass man sich als Jungfrau für eine ganz besondere Person aufhebt. Da Sex etwas sehr intimes ist, bevorzugen es viele den Geschlechtsakt nur mit dem oder der Richtigen zu erleben. Ist man sexuell Enthaltsam, obwohl schon Sex hatte kann dies zu einer enormen Luststeigerung führen, die beim Ablegen dieser Enthaltsamkeit zu verstärkten sexuellen Gefühlen und Erlebnissen führen kann.

Abstinenz macht Spermien schlaff

Laut einer Studie nahm bei Männern mit einer niedrigeren Spermienzahl bereits nach zwei Tagen sexueller Enthaltsamkeit das Bewegungsvermögen der Spermien ab - also deren Fähigkeit zur Eizelle zu schwimmen. Bei Männern mit einer normalen Spermienzahl sank das Bewegungsvermögen ebenfalls durch sexuelle Enthaltsamkeit, allerdings erst nach etwa 11 Tagen. Die Forscher fanden heraus, dass es für die Fruchtbarkeit des Mannes am besten ist, die Enthaltsamkeit bei Kinderwunsch kurz zu halten - also nicht länger als zwei, drei Tage.

Unter dem Begriff sexuelle Abstinenz versteht man eine Keuschheit oder Enthaltsamkeit, die selbst auferlegt ist. Das heißt, dass auf sexuelle Aktivitäten verzichtet wird, obwohl man dazu fähig und auch motiviert wäre.
 

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