Keira Knightley: "Mutterschaft ist ein physischer und emotionaler Marathon"

Die 33-jährige Schauspielerin spricht offen über die Höhen und Tiefen des Mutterseins.

Keira Knightley (33, "Fluch der Karibik") ist seit 2015 Mutter der kleinen Edie. Dass ein Kind, das sie mit ihrem Mann, dem Musiker James Righton (35), großzieht, nicht immer nur Glück und gute Laune bedeutet, verriet die britische Schauspielerin jetzt in einem ehrlichen Interview mit dem "Balance"-Magazin:

Ich glaube nicht, dass Frauen genug Anerkennung für den physischen und emotionalen Marathon bekommen, den sie durchmachen, wenn sie Mutter werden. Ich kann mir eine gute Kinderbetreuung leisten, und trotzdem finde ich es wirklich schwierig.

Keira Knightley
Keira Knightley

Ihr neuer Film "Colette" über eine der bahnbrechendsten Schriftstellerinnen Frankreichs, der derzeit in den Kinos zu sehen ist, habe sie dazu inspiriert, offener über das Frausein zu sprechen, so die Schauspielerin. "Ich habe eine Verantwortung, dabei zu helfen, eine Welt zu schaffen, die gleichberechtigter ist." Und weiter: "Wir leben in einer männerdominierten Gesellschaft und es kann nur hilfreich sein, über die ganze Erfahrung als Frau zu sprechen, und nicht nur über die Weiblichkeit, die wir in unserer Kultur sehen."

Schlafentzug, Hormone, Beziehungsprobleme

Dabei macht die 33-Jährige deutlich: Mutter zu sein, bedeute auch, oft Zweifel an sich selbst zu haben. Sie gestehe sich ein, dass Schlafentzug, die hormonellen Veränderungen oder die Verschiebung in der Beziehung mit ihrem Partner ihr oft das Gefühl geben, versagt zu haben. Es sei daher wichtig, Mütter generell mehr zu respektieren.

Ich muss mich immer daran erinnern, dass ich nicht versagt habe - sondern dass ich einfach mache, was ich kann. Aber es ist nicht einfach.

Keira Knightley

Sie gibt zu: "Ich bin wahnsinnig privilegiert: ich hab ein unglaubliches Unterstützungssystem. Ich habe viel Glück gehabt in meiner Karriere, und ich kann mir gute Kinderbetreuung leisten. Trotzdem ist es manchmal einfach verdammt schwierig. Und es ist okay, das zu sagen."

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