"Keine Kompromisse: Sexismus am Arbeitsplatz nicht mehr zusehen"

Mila Kunis schrieb ein vielbeachtetes Essay über ihre Erfahrungen mit Sexismus am Arbeitsplatz, und dass sie von nun an keine Kompromisse mehr eingehen würde.

In einem vielbeachteten Essay auf Ashton Kutchers News-Plattform "A Plus" hat Mila Kunis darüber geschrieben, dass sie keine Kompromisse mehr machen möchte. Auslöser war die Drohung eines Produzenten, als sie sich weigerte halbnackt für ein Magazincover zu posieren, um einen aktuellen Film zu bewerben. "Du wirst nie wieder Arbeit in dieser Stadt finden" meinte der Produzent damals zu Kunis, und verbalisierte laut Kunis damit genau jene Angst, aus der Schauspielerinnen sich immer wieder dazu entscheiden, ihren Körper aus werblichen Gründen zu objektivieren.

Kunis schreibt über das Gefühl der Ohnmächtigkeit, dass sie lange hatte, das Gefühl nach den Regeln des Männerclubs spielen zu müssen. Wie wir konditioniert wurden, zu glauben unsere Existenz wäre bedroht, wenn wir unsere Meinung laut aussprechen würden.

Keine Kompromisse bei Sexismus am Arbeitsplatz mehr

Doch Kunis hat keine Lust auf Kompromisse mehr: "Bis jetzt war ich Teil des Problems. Aber ich habe meinen eigenen Club gegründet: Gemeinsam mit drei großartigen Frauen habe ich eine Produktionsfirma gegründet, und wir arbeiten mit tollen Produzenten zusammen, Männern und Frauen, die uns als Gleichwertige behandeln."

Doch Erfahrungen mit Sexismus macht sie immer noch. Im Mailverkehr mit einem Fernsehsender verwendete ein Manager folgende Zeile:

"Und Mila ist ein Megastar. Eine der größten Schauspielerinnen in Hollywood und bald Ashton's Frau und Babymama!!!"

Milas Produktionsfirma hat sich sofort aus dem Projekt zurückgezogen. "Er reduzierte meinen Wert auf meine Beziehung und meine Fähigkeit, Kinder zu gebären und ignorierte komplett meine beträchtliche kreative und logistische Leistung sowie die meines Teams, dieses Projekt entstehen zu lassen." Der Mann sah seinen Kommentar als unbeschwert und belanglos an, und Mila möchte ihn nicht dämonisieren. "Aber es ist diese Art von Kommentaren, mit denen Frauen ihr Leben lang umgehen müssen, Mikroaggressionen, die die Beiträge von hart arbeitenden Frauen kontinuierlich unterbewerten."

Aufklärung und Konsequenzen

Daher hat sich Kunis vorgenommen, von nun an jede Situation anzusprechen: "Ich habe genug davon, Kompromisse zu machen. Jedes mal wenn ich so einen Kommentar wahrnehme, werde ich ihn sofort ansprechen und Leute aufklären. Ich werde meine eigene Umgebung als Möglichkeit für Weiterentwicklung und Wachstum benutzen. Und wenn das nichts hilft, werde ich mich verabschieden und nicht mit denjenigen zusammenarbeiten."

Sie schließt den Essay ab: "Wenn es mir passiert, passiert es Frauen auf der ganzen Welt noch viel exremer. Ich habe eine Stimme und ich werde sie dafür benutzen, damit Frauen in der Arbeit sich weniger allein fühlen und das Gefühl haben, für sich einstehen zu können."

Das ganze lesenswerte Essay könnt ihr hier lesen.

 

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