Kein Pilz am Pool

Urlaubssouvenirs sind etwas Nettes. Es sei denn, man hat aus den Ferien eine Intim-Infektion mitgebracht. Hier ein kleiner Ratgeber rund um Pool, Pilze und Prävention.

1.Pilzsaison

Urlaub ist Erholung, Urlaubsvorbeitungen sind Stress. Und leider ist der echtes Gift fürs Immunsystem: Es schwächelt heftig und (Scheiden-)Infektionen haben – angeheizt vom Klima in südlichen Ländern – leichtes Spiel.

Wärme und nicht immer astreine hygienische Verhältnisse fördern die Vermehrung von Scheidenpilzen“, sagt die Frauenärztin Anja Oppelt. „Hinzu kommt, dass viele im Urlaub einfach mehr Sex haben. Und das kann die Haut im Genitalbereich reizen, was Infektionen fördern kann.“

Warum Scheidenpilz immer wieder auftritt

Kein Wunder also, dass viele Frauen nach den Ferien mit Jucken und Brennen im Intimbereich zu kämpfen haben. Ob für die Beschwerden wirklich ein Pilz verantwortlich ist oder doch ein anderes lästiges Urlaubssouvenir wie eine Blasenentzündung oder Geschlechtskrankheit, kann ein einfacher Test auf www.scheidenpilz.com klären.

2.Baderegeln

Die „Chancen“, sich im Urlaub einen Pilz einzufangen, stehen also gut. Umso wichtiger ist die Prävention – vor allem am und im Pool. Im warmen Wasser fühlen sich Pilze nämlich besonders wohl. Und Chlor greift das Scheidenmilieu noch zusätzlich an.

„Frauen­ mit häufigen Neu­infektionen empfehle ich daher, Pools fernzubleiben“, so Oppelt. Wer auf das Bad nicht verzichten möchte, dem rät Dr. Urs Lauper vom Unispital Zürich, „die Intimzone mit Vaseline einzufetten“. Lange hält die schützende Fettbarriere zwar nicht, aber ein kurzes Bad ist drin. Das Schwimmen im Meer ist übrigens unproblematisch. Das salzige Wasser hilft der angegriffenen Scheidenflora sogar bei der Regeneration. Und auch gegen den Sprung in einen heimischen See ist nichts einzuwenden.

 

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