Kein Alkohol für Gebärfähige? Dieser Vorschlag regt auf

In den USA sorgt eine Empfehlung des Gesundheitsministeriums für Aufregung. Geburtsfähige Frauen sollen ganz auf Alkohol verzichten.

Ein skurriler Vorschlag des Center for Disease Control (CDC), einer Unterorganisation des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums, sorgt derzeit für Aufregung. Wer schwanger werden könnte, sollte das Trinken von Alkohol komplett unterlassen, heißt es seitens der Gesundheitsbehörde. Das heißt im Klartext: Frauen, die nicht verhüten, sollten keinen Alkohol trinken. Alle Frauen in geburtsfähigem Alter sollten sich an die Richtlinie halten.

Der Grund: drei Millionen Frauen seien in Gefahr "das Baby ihrem Alkoholkonsum auszusetzen, weil sie trinken, sexuell aktiv sind und nicht verhüten". Viele Frauen würden nämlich erst nach vier bis sechs Wochen merken, dass sie schwanger sind. Sie würden ihr Baby also unwissentlich dem Einfluss von Alkohol aussetzen.

Aufregung im Internet


Die Reaktionen auf diese Empfehlung waren – vor allem in amerikanischen Medien – eindeutig: Warum werden Frauen wieder auf ihre Gebärmutter reduziert? Und warum wird wieder über den weiblichen Körper entschieden?

Viele machen sich im Internet über den Vorschlag lustig:



Alkohol in der Schwangerschaft


Das Problem ist: Es gibt keine medizinisch gesicherte Menge Alkohol, die man ohne Bedenken in einer Schwangerschaft trinken könnte. Die so genannten FAS-Kinder (Fetal-Alkohol-Syndrom) können unter irreparable Schäden vom Alkoholkonsum der Mutter erleiden. Vor allem das erste Trimester sei gefährlich, da sich in dieser Phase die Organe ausbilden.

Trotzdem: der Vorschlag, dass Frauen gar keinen Alkohol mehr trinken sollen, sei absurd, meinen KritikerInnen. Schließlich sind auch Männer für die Verhütung verantwortlich - und unrealistische Vorschriften statt Präventionsarbeit - wie etwa Sexualkunde und der Hinweis auf die Gefahren von Alkohol im Allgemeinen - könnten nicht die Lösung sein.

 

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