Kann man eifersüchtig aufs Handy des anderen sein?

Eine Situation, wie sie wohl viele, in Beziehungen lebende Menschen kennen: Man sitzt abends gemeinsam beim Essen, hat endlich Zeit, wirklich miteinander zu reden - bis das Handy klingelt und man es in die Hand nimmt, um, eh nur ganz schnell und nur diese eine Nachricht zu lesen. Von der Nachricht klickt man sich dann schnell noch auf Facebook und auf irgendeinen Link. Ist doch nichts dabei oder?

"Phubbing": Immer aufs Handy schauen statt dem Gegenüber ins Gesicht

Doch. Denn die scheinbar schnelle Geste, die man selbst im ersten Moment gar nicht als Ablenkung vom Partner oder der Partnerin einschätzen würde, ist sehr wohl ein Zeichen mangelnden Respekts gegenüber der Person, mit der man gerade den Tisch teilt. Und diese Geste ist, Handy-Sucht sei Dank, mittlerweile so weit verbreitet, dass sie einen eigenen Namen hat: "Phubbing", zusammengesetzt aus "to snub" (engl., jemanden vor den Kopf stoßen) und "Phone". Also jemandem mit dem Smartphone von den Kopf stoßen, indem man sich mit dem Gerät statt mit dem Gesprächspartner beschäftigt.

Regelmäßiges "Phubbing" kann nicht nur die Kommunikation innerhalb einer Beziehung massiv stören, sondern langfristig auch den anderen Menschen in deiner Beziehung kränken.

Das beste Mittel gegen "Phubbing" ist so einfach wie - Überraschung! - analog: Den Esstisch oder das Bett oder die komplette Wohnung abends ab 20 Uhr am besten zur Smartphone-freien Zone erklären. Und seinem Gegenüber in die Augen schauen, wenn man mit ihm spricht.

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