Kamille

Kamille ist nicht gleich Kamille. Wie man die heilsame Pflanze von ihren weniger gesunden Artgenossen unterscheidet und was sie so "alles drauf" hat, zeigt Ihnen unser Beitrag.

Die echte Kamille stammt ursprünglich aus Asien sowie Süd- und Osteuropa. Wild wächst die anspruchslose Pflanze auf Äckern, Schuttplätzen und an Feldrändern. Bei uns findet man auch andere Arten, wie die römische Kamille oder die Hundskamille, die aber arzneilich keine Bedeutung haben.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Kamille wirkt

  • entzündungshemmend,

  • desinfizierend,

  • verdauungsfördernd und

  • krampflösend.

  • Anwendung findet sie deshalb zur raschen Linderung von akuten Magen-Darm-Beschwerden, bei chronisch entzündeter Magenschleimhaut und auch bei Magengeschwüren. Die entzündungswidrigen Eigenschaften werden auch äußerlich bei schlecht heilenden Wunden, Pilzerkrankungen und Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich genutzt.

    Verwendungsformen und Darreichung

    Verwendet wird die Kamille hauptsächlich als Tee, wobei man zwischen „einfachem“ Kamillentee, für den die ganze Pflanze verwendet wird, und dem Kamillenblütentee, für den nur die wertvollen Blütenköpfchen verarbeitet werden, unterscheidet. Die Blütenköpfchen haben einen wesentlich höheren Gehalt an Wirkstoffen als der Rest der Pflanze. Man findet sie auch in Magen- und Darmtees. In Reformhäusern und Apotheken gibt es auch Kamillensaft, der aus frischer Kamille gepresst wird. Dieser ist gut für den Magen und hilft, die Magenfunktion zu beruhigen.

    Äußerlich haben sich Bäder mit Kamillenzusätzen oder feuchte Umschläge genauso bewährt wie Spülungen bei entzündeter Mund- und Rachenschleimhaut. Kamille-Dampfbäder eignen sich zur Behandlung von Erkältungskrankheiten bzw. bei Erkrankungen der Atemwege. Achtung! Kamillen-Tee sollte man nicht für Augenspülungen verwenden!

    Gut zu wissen

    Bei Dauergebrauch der Kamille können Nebenwirkungen wie Schwindel, Bindehautentzündungen und nervöse Unruhe auftreten.

     

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