Kamerafrau stellt Flüchtlingen Bein

Eine Kamerafrau eines nationalistischen TV-Senders aus Ungarn stellte einem flüchtenden Vater und seinem Kind absichtlich das Bein. Das erschütternde Video wird derzeit heftig diskutiert.

Was geht in jemandem vor, der so etwas macht? Das denken sich wohl viele, die sich dieses Video ansehen:

Darin stellt eine ungarische Kamerafrau einem Vater und seinem Kind, die gerade auf der Flucht sind, absichtlich das Bein. Der TV-Sender steht der rechtsextremen Partei Jobbik in Ungarn nahe. Die Kamerafrau wurde bereits entlassen. In einem anderen Video sieht man, wie sie vorbeilaufende Kinder tritt:

In Röszke, einer kleinen ungarischen Gemeinde, fliehen seit einigen Tagen tausende Menschen vor den schrecklichen Zuständen im dortigen Flüchtlingslager. Essen, Wasser und Hygiene sind dort Mangelware. Die ungarische Polizei ging sogar mit Tränengas gegen die Menschen vor.

Um das beste Foto zu bekommen, machen einige wohl alles, wie dieses Video beweist. Sicherlich: es ist wichtig, über die Menschen zu berichten und Missstände anzuprangern. Doch jetzt wird Kritik laut - den Menschen ohne ihre Zustimmung und schamlos jede Kamera vors Gesicht zu drücken, sei respektlos. Die Situation sei selbst schon katastrophal genug.

 

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