In Kalifornien dürfen Zoogeschäfte nur noch gerettete Tiere verkaufen

Im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien dürfen Tierhandlungen nur noch Hunde, Katzen und Kaninchen aus Tierheimen oder von Schutzorganisationen verkaufen. So sollen „Kätzchenfabriken“ und „Welpenfarmen“ bekämpft werden.

„Don’t shop, adopt!“ fordern TierschützerInnen seit Jahren. So soll großen, auf reine Gewinnmaximierung ausgelegten Zuchten die Grundlage entzogen und ausgesetzte und unerwünschte Tiere ein neues Zuhause finden. Der US-Bundesstaat Kalifornien nimmt dieses Credo des Tierschutzes jetzt richtig ernst: Seit 1. Jänner 2019 dürfen Tierhandlungen nur noch Hunde, Katzen und Kaninchen aus Tierheimen oder von Tierschutzorganisationen verkaufen. Wer gegen das neue Gesetz verstößt, dem droht eine Geldstrafe von 500 US-Dollar.

So will der Bundesstaat gegen „Kätzchenfabriken“ und „Welpenfarmen“ vorgehen, wie CNN berichtet. Patrick O’Donnell, demokratisches Mitglied des kalifornischen State Assembly (etwa wie ein Landtag in Österreich), hatte den Gesetzesantrag eingebracht. Es sei ein „großer Gewinn für unsere vierbeinigen Freunde“ und auch für die Steuerzahler. Mehr 250 Millionen US-Dollar an Steuergeld würden immerhin pro Jahr für die Unterbringung und das Einschläfern von Tieren in Tierheimen ausgeben werden.

Kätzchen

Laut des neuen Gesetztes müssen Ladenbesitzer nun Herkunftsnachweise für die Tiere vorlegen und sie gut sichtbar an den Käfigen befestigen. Einzelpersonen dürfen nach wie vor bei privaten Züchtern Tiere kaufen, die Regelung gilt nur für Tierhandlungen. Kalifornien ist der erste Bundesstaat, der eine solche Regelung einführt. In Großbritannien gibt es seit dem vergangenen Jahr ein ähnliches Tierschutzgesetz.

 

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