Jungmutter bekommt bösen Brief von ihren Freundinnen

Tochter Addy ist für Jade Ruthven ihr Ein und Alles: Jedes Gespräch dreht sich um das kleine Mädchen. Jades Freundinnen sind genervt und haben der Jungmuttereinen bösen Brief geschrieben.

Das erste Lächeln, der erste Brei, die ersten Krabbelversuche, das neueste Outfit: Für die Australierin Jade Ruthven sind die Erlebnisse ihrer kleinen Tochter Addy der schönste Gesprächsstoff. Ihre Freundinnen finden das allerdings nicht und sind von den nicht endenwollenden Geschichten und Fotos rund um Addy ziemlich genervt. In einem sehr direkten, aber anonymen Brief haben sie die junge Mutter genau darauf hingewiesen:


"Das interessiert uns nicht!"

Freundinnen schreiben Brief an Mutter

"Jade,
ich habe mich mit ein paar Mädels zusammengesetzt und wir haben alle SOWAS VON GENUG von den ständigen Kommentaren über dein Leben und jede Kleinigkeit, die Addy tut. Schau, wir haben alle Kinder, in die wir vernarrt sind - stell dir vor - jedes Elternteil denkt, dass sein Kind das beste von allen ist. Aber wir drücken es nicht allen aufs Auge!!! Deine Tochter trägt ein neues Outfit - dann mach doch ein Foto und schick es privat an die Person, von der sie es bekommen hat - und nicht an ALLE!!! Sie krabbelt von ihrer Matte - das interessiert uns nicht!!!!! Sie ist 6 Monate alt, na super!!!

Hör auf und denk doch mal nach: Wenn jede Mutter jeden Scheiß über ihr Kind posten würde, hättest du es wohl auch ziemlich schnell satt. Wir können es kaum erwarten bis du wieder anfängst zu arbeiten.
Vielleicht hast du dann nicht mehr so viel Zeit, auf Facebook zu sein.

Addy ist hinreißend und wir lieben sie alle, aber unsere Kinder sind auch toll.

Ich denke, du nervst einfach eine Menge Leute mit deinem ständigen 'Abby dies' und 'Abby das'. Wir dachten alle, es würde nach dem ersten Monat weniger - aber so war's nicht.

Nicht jeder ist so interessiert wie du an dem, was Addy macht. Also gib uns mal eine Pause. Wir schreiben dir das, damit du weißt, was die Leute wirklich denken."


Unterstützung auf Facebook

Jade und ihr Ehemann haben beschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen, und den Brief an die australische Komödiantin Em Rusciano weitergeleteiten, die ihn in einer Kolumne veröffentlichte. Die Ruthvens bekamen umgehend Unterstützung, sogar eigene Fangemeinden haben sich gebildet, die Jade darin bestärken wollen, weiterhin Fotos von Addy online zu stellen. Und Jade lässt sich von ihren Freundinnen nicht belehren und meinte gegenüber der Zeitung "Daily Mail": "Ich denke gar nicht daran, meine Online-Aktivitäten zu ändern", sie werde weiterhin Babyfotos von Addy posten.


Neuer Trend: "Oversharenting"

Das Phänomen von Mamas und Papas, die am laufenden Band Fotos von ihren Kindern auf sozialen Netzwerken teilen, also "sharen" hat mittlerweile den Namen "Oversharenting", bezogen auf den Begrif "Overparenting" für besonders fürsorgliche Eltern, bekommen.

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