Junge Schwedin bereist 45 Länder mit dem Fahrrad

Fast 1.000 Tage war Frederika Ek mit ihrem Fahrrad unterwegs: Mehr 50.000 Kilometer hat die Schwedin zurückgelegt - für sich selbst und für einen guten Zweck.

Sie ist die europäische Abenteurerin 2017: Ende Jänner hat die Schwedin Frederika Ek den Award European Adventurer of the Year 2017 verliehen bekommen. Im Frühjahr 2015 hat Frederika "alles, was sie besaß" auf ihr Fahrrad geschnallt, ihre Freunde und Familie zum Abschied geküsst und ist losgefahren. Fast 1.000 Tage später ist sie wieder in ihrem schwedischen Heimatort Sundsvall angekommen, mehr als 50.000 Kilometer und 45 Länder auf fünf Kontinenten später.

Warum fährt man mit dem Fahrrad um die Welt? Für Frederika ist die Antwort einfach: "Ich möchte alles erleben, das ist mein Antrieb. Ich möchte überall hin. Jeden kennenlernen. Ich möchte jedes Essen kosten und mich an jeder Kultur beteiligen. Ich will jede Aussicht genießen und in jedem Meer schwimmen. Ich möchte diese Welt wirklich kennenlernen", schreibt sie auf ihrem Blog The Bike Ramble.

Radlerin sammelt mehr als 80.000 Euro für Frauenrechte

Ihre Reise war nicht nur ein Selbstfindungstrip: Für alle 10 zurückgelegten Kilometer haben Sponsoren Minibeträge gespendet, alle 10.000 Kilometer wurde die Gesamtumme an die Wohltätigkeitsorganisation ActionAid übergeben, die sich für Mädchen- und Frauenrechte auf der ganzen Welt einsetzt. Mehr als 80.000 Euro konnte Frederika so sammeln.

Was für Frederika bleibt, sind wundervolle Erfahrungen. Sie weiß jetzt, dass die am besten angezogenen Frauen in Turkmenistan leben und es das beste Essen in Malaysien gibt. Sie hat 40 Reifenpannen überstanden und kann einschätzen, wo man als Radlerin wohl am öftesten von wilden Hunden gejagt wird (in Nordgriechenland und dem chinesischen Sichuan). Sie hat erlebt, dass die Bürokratie in Usbekistan und Turkmenistan am schlimmsten, und die Menschen im Iran und in Guinea am freundlichsten sind.

Ein Lieblingsland hat sie nicht gefunden ("Unmöglich! Ich bin in die ganze Welt verliebt"), aber die Erkenntnis gewonnen, dass sie zwar alleine, aber niemals einsam war. Und den Willen, andere Menschen zu überzeugen, dass "die Welt ein schöner Ort, aber in Gefahr ist. Sie ist nicht fair. Wir müssen kämpfen, um die Welt für alle Menschen genauso schön zu machen, wie sie es für mich ist."

Aktuell