Josef Cap gegenüber Kommissarin Malmström: "Meine Hormone arbeiten wie wild"

Sexismus-Alarm beim SPÖ-Urgestein. "Geht gar nicht!", finden wir.

Es mag manchmal so wirken, als ob die FPÖ in unserer "Fail der Woche"-Kategorie überdurchschnittlich stark repräsentiert wäre, aber die Ehre dieser Auszeichnung kommt allen gleichermaßen zuteil, die sich zu sexistischen oder homophoben Kommentaren hinreißen lassen. Diese gehen nämlich weit über Parteigrenzen und Ideologien hinaus.

Das hat kürzlich leider auch SPÖ-Nationalratsabgeordneter Josef Cap, seines Zeichens Urgestein der Sozialdemokraten, eindrucksvoll unter Beweis gestellt:

Während dem Besuch von EU-Handelskomissarin Cecilia Malmström, konnte sich "Seppi" den ein oder anderen sexistischen Sager gegenüber der Kommissarin nämlich nicht verkneifen, wie der Falter in seiner Kategorie "Dolm der Woche" berichtet.

Statt mit ihr also über CETA zu diskutieren - und da gebe es im Sinne der österreichischen Bevölkerung genug zu hinterfragen! - fand es der Abgeordnete angebracht über Malmströms Aussehen und sein Befinden demgegenüber zu sinnieren.

Meine Hormone haben gearbeitet wie wild, als Sie hier versucht haben, diesen Prozess in positiver Form darzustellen.
von Josef Cap

Äußerungen wie diese gegenüber einer angesehen Politikerin sind nicht nur respektlos, sondern vor allem eins: sexistisch und unangebracht. Das sollte man als erfahrener Politiker und Rhetoriker eigentlich wissen - einem Abgeordneten (und ehemaligem Klubchef), der in der Öffentlichkeit steht, ist diese Aussage jedenfalls unwürdig.

Nicht auszumalen, welch' mediale Hetzjagd es gegeben hätte, wenn sich eine Politikerin solch einen "Witz" gegenüber einem EU-Kommissar geleistet hätte. Das wäre dann nämlich unprofessionell gewesen.

In Seppis Fall, war es halt nur ein kleiner "Herrenwitz".

Bild: Flickr "SPÖ Presse und Kommunikation" CC Lizenz 2.0

 

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