Joaquin Phoenix

Schauspieler Joaquin Phoenix hat Ecken und Kanten und polarisiert vor allem gerne. Deshalb ließ er sich auch auf das schräge Experiment I’m Still Here ein - und wurde zum Pseudo-Rapper.

Joaquin Phoenix mag es gerne extrem. Kein Wunder, dass er oft an seine Grenzen geht oder sich komplett neu erfindet wie im Oktober 2008, als er behauptete, sich aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen und sich der Musik zu widmen. Von da an sah man ihn nur noch mit zotteligen Haaren, aufgedunsenem Gesicht und der typischen Haltung einer abgestützten Persönlichkeit.
Doch dann das: Im September 2010 stellte sich heraus, dass diese Geschichte eine Täuschung war - für die Mockumentary (ein Kofferwort aus to mock: „vortäuschen, verspotten" und documentary: „Dokumentarfilm")I'm Still Here: The Lost Year of Joaquin Phoenix. Die Idee dahinter war, einen Film so real zu leben, dass er absolut echt wirkt und alle darauf reinfallen. Wir haben fünf Fragen und Antworten über Joaquin Phoenix als Pseudo-Rapper.

Joaquin Phoenix als Pseudo-Rapper
In I'm Still Here schreibst du selbst Musik. Wann hast du denn deinen letzten Reim geschrieben?

Joaquin Phoenix: Als wir den Film Her gedreht haben.

Mal ehrlich: Wie seriös war denn jetzt deine Rap-Karriere?

Joaquin Phoenix: Ich dachte, das wird alles ein Spaß, aber mein Kollege Casey Affleck sagte: "Du kannst das nicht ausprobieren und einen Scherz daraus machen, das wird nicht funktioniere. Es muss alles vollkommen seriös sein." Und ich sagte: „Ich kann doch keine seriösen Raps schreiben!" Und er sagte: „Du musst einen Song so schreiben, als ob er dich wirklich berühren würde." Also habe ich das alles richtig ernst genommen und probiert, einen richtigen Song zu schreiben.

Du hast deine Rolle lange durchgezogen ...

Joaquin Phoenix: Ja, wir haben eineinhalb Jahre gedreht. Ich schrieb viel, nein, Moment, es ist lustig, wenn ich „schrieb" sage, denn eigentlich saß ich nur da und dachte an schwachsinnige Zeilen, die ich „schreiben" könnte (lacht).

Hat das Projekt I'm Still Here dich nachträglich betrachtet irgendwie beeinflusst?

Joaquin Phoenix: Vielleicht in dem Sinn, dass ich noch mehr Dinge machen will, die mich vorantreiben, inspirieren und mir gefallen. Ich möchte aus keinem anderen Grund Filme machen. Es war eine spannende Erfahrung!

Hat dich diese Erfahrung furchtloser gemacht?

Joaquin Phoenix: Ich bin noch immer unglaublich nervös, wenn ich arbeite, aber das ist nichts gegen das. Ich weiß nicht, was ich verbessert habe, aber ich fühle mich besser.

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