"Jeder Tag fühlt sich gleich an": 3 Tipps gegen Lockdown-Müdigkeit

Welcher Wochentag gerade ist, weißt du schon lang nimmer? Was gegen die Monotonie des Pandemie-Alltags hilft.

Monotonie im Corona-Alltag

Die Feiertage sind noch gar nicht so lange her – besonders erholt oder erfrischt fühlst du dich allerdings nicht gerade? Da bist du nicht allein. Seit rund einem Jahr leben wir mit der Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen. Da Freund*innen treffen, Theaterbesuche oder Urlaubsreisen jetzt schon so lange fehlen und wir die meiste Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen, sehnen sich vielen von uns nach Abwechslung. Doch leider gibt es die kaum und wir haben das Gefühl, jeder Tag gleicht dem anderen. Wir verraten dir, wie du mit ein paar ganz simplen Tricks deine Laune hebst und wieder etwas mehr Energie schöpfen kannst.

Körper und Psyche "fahren herunter"

Psychotherapeutin Lucy Fuller erklärt gegenüber Huffpost, dass uns ähnliche Tagesabläufe und Routinen zwar einerseits guttun und Stabilität geben, andererseits fehle uns die Stimulation von außen sowie Ereignisse, auf die wir uns freuen können. Psychologin Wendy Shooter ergänzt, dass Körper und Psyche in gewisser Weise "herunterfahren", wenn wir jeden Tag dasselbe tun und erleben. Nicht selten führt es auch in eine leichte depressive Verstimmung. Shooter erklärt, dass einige ihrer Klient*innen beschreiben, aktuell auch nur schwer ihren Aufgaben nachgehen zu können.

Pläne schmieden

Vieles hänge mit unseren Erwartungen zusammen, so Psychologin Sue Roffey gegenüber Huffpost. Sagen wir uns ständig, wie öde und ermüdend die ganze Situation ist, da wir kaum noch soziale Kontakte pflegen und Dinge unternehmen können, würden wir immer weiter enttäuscht und schlecht gelaunt sein.

Roffey empfiehlt daher, weiterhin Pläne zu machen – allerdings im Kontext der aktuellen Situation. "Das könnte sein, eine Liste mit Büchern, die wir lesen wollen, Rezepte, die wir ausprobieren möchten, Neues, das wir lernen wollen, Personen, die wir unterstützen, etc.". Auf diese Weise ändere sich unser Blickwinkel von einer kaum schaffbaren Herausforderung zu einer Fülle an Möglichkeiten und Chancen. Auch Pläne für die Zeit nach Corona können helfen, die momentane Stimmung zu heben.

Kleine Veränderungen beobachten

Roffey rät außerdem, jeden Abend zu notieren, was am jeweiligen Tag ein bisschen anders war als sonst. "So lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf die kleinen Dinge und merken, dass auch in diesen Zeiten Unterschiede erkennbar sind".

So gut es geht für Abwechslung sorgen

Ein weiterer Tipp sei laut Shooter, regelmäßig aktiv für Veränderung im eigenen Alltag zu sorgen, sprich neue Spazierwege zu erkunden, in einen anderen Supermarkt zu gehen oder mit jemandem telefonieren, den man schon lange nicht gesprochen hat.

Bei all dem, sei es laut Roffey wichtig, sich daran zu erinnern, dass durchaus ein Ende in Sicht ist: Impfstoffe wurden zugelassen, bald werden die Tage wieder länger und die Temperaturen steigen – zwar ist es ein langsamer Prozess, aber es geht voran.

 

Aktuell