Japanischer Anime-Charakter als Isis-Widerstand

Ein Mädchen, das Melonen schneidet? Ein Anime-Charakter soll es schwieriger machen, brutale Bilder im Netz zu finden und setzt eine süße Figur dagegen.

Alles fing damit an, dass die Terrormiliz IS die japanische Regierung erpresste. 180 Millionen Euro verlangten sie unter der Drohung, zwei japanische Geiseln umzubringen. Die japanische Regierung ließ verlautbaren, dass sie sich nicht mit Terroristen einlassen könne, und schlussendlich wurden der Journalist und der Security-Bedienstete geköpft.

Anime sind beliebte Zeichentrickfiguren in Japan. Schon im Jänner kreierte eine Gruppe von Online-Aktivisten ISISchan um einen Gegenpol zu den gewalttägigen Bildern im Internet zu kreieren. Absichtlich trägt das herzige Mädchen Isis im Namen: Sie soll die Suchergebnisse beeinflussen, wenn Sympathisanten Google nach „Isis“ befragen. Statt gewalttätigen Bildern, sollen sie auf ISISchan kommen. Je öfter über das Anime-Mädchen geschrieben, getweetet oder gepostet wird, desto höher wird sie von Google gerankt und desto weiter oben taucht sie in den Suchergebnissen auf.

ISISchan liebt vor allem Melonen, die sich nicht nur gerne futtert sondern auch gut schält. Ihre Kernbotschaft lautet: Messer sind da um Früchte zu schneiden, nicht Menschen. Laut dem Initiator von ISISchan darf jeder an der Aktion teilnehmen. Einzige Bedingung: Keine Zeichnung von ISISchan darf islamophob sein.

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