Jane Fonda protestiert fürs Klima, wird verhaftet - und ist dabei einfach nur großartig

Die 81 Jahre alte Schauspielerin wurde bei einem Klima-Protest vor dem Capitol in Washington festgenommen - und ist dabei schlicht fabulous.

Jane Fonda wird bei Klimaprotesten festgenommen

Jane Fonda protestiert. Auf den Stufen des US-amerikanischen Capitols hat die 81-Jährige ihre Stimme erhoben und verlangt, dass die Politik endlich angemessen mit der Klimakrise umgehe. Und das soll nun jeden Freitag so sein, bis zum Ende des Jahres: Fonda will ihren Wohnsitz für die nächsten Monate nach Washington D.C. verlegen, um direkt am Sitz der US-amerikanischen Regierung demonstrieren zu können.

Dabei ist das Demonstrieren in der Hauptstadt US-Amerikas ein bisserl komplizierter: Protestierenden ist nämlich per Gesetz verboten, Eingänge von öffentlichen Gebäuden zu versperren. Tatsächlich wurde die Schauspielerin am letzten Freitag mit 15 weiteren Aktivist*innen wegen gesetzwidrigem Demonstrierens verhaftet - aber es könnte ihr und ihrem fabulösen roten Mantel nicht wurschter sein.

Greta Thunberg hat Jane Fonda inspiriert

Klimaschutz-Kämpferinnen wie Greta Thunberg und die Autorin Naomi Klein haben Fonda inspiriert. "Wir müssen sicherstellen, dass weiterhin über die Klimakrise gesprochen wird", sagte Jane Fonda bei der "Fire Drill Fridays"-Demonstration. "Ich habe bisher nicht genug getan." Kurz danach wurde sie abgeführt und später am Tag wieder freigelassen. Ihr drohen bis zu 90 Tage Haft und eine Geldstrafe bis zu 250 Dollar.

Fonda und die anderen Aktivist*innen versuchen, die Gesetzgeber vom Green New Deal zu überzeugen - einer radikalen Umweltinitiative, die etwa von der demokratischen Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und dem Präsidentschaftsvorwahl-Kandidaten Bernie Sanders unterstützt wird. Der Green New Deal will die US-Wirtschaft binnen weniger Jahre völlig umorganisieren. Bis 2050 sollen 100 Prozent der Energie aus "schadstofffreien, erneuerbaren Quellen" stammen.

Die Klimakrise lässt sich nicht individuell lösen

Wie Thunberg argumentiert auch Fonda, dass politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger*innen endlich handeln müssten und die Verantwortung nicht auf einzelne Menschen abgeladen werden könne. Bei einer Demo im September unterbrach sie eine vegane Demonstrantin, die zum Verzicht auf Fleisch aufrief. "Es ist sehr wichtig, dass wir aufhören Fleisch zu essen, Plastik verbannen und nur noch mit Elektroautos fahren - aber es ist nicht genug", ruft Fonda ins Mikrofon. "Wir werden die Emissionen nicht rechtzeitig reduzieren können, wenn wir nicht auch das ökonomische und soziale System ändern."

Fonda hat sich Zeit ihres Lebens nicht vor zivilen Protest gescheut: Sie war aktiv an den antirassistischen Bürgerrechtsbewegungen der 1960ern beteiligt und sprach sich in den 1970ern deutlich gegen die US-amerikanische Beteiligung im Vietnamkrieg aus.

 

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