Ist Trauma der Grund für deine Ultra-Unabhängigkeit?

Du verbringst gerne Zeit mit dir selbst, bist unabhängig und brauchst niemanden? Geht deine Unabhängigkeit zu weit und ist der Grund dafür Trauma?

Ist Trauma der Grund für deine Ultra-Unabhängigkeit?

Du bist ein unabhängiger, junger Mensch, der niemanden braucht? Du hast das Gefühl, du musst alles selbst machen und hast Schwierigkeiten, anderen Menschen zu vertrauen? Während Unabhängigkeit bis zu einem bestimmten Grad eine gute Eigenschaft ist, ist Ultra-Unabhängigkeit eine Reaktion auf Trauma. Statt zu sagen "Ich brauche niemanden und kann alles selbst machen" sagst du eigentlich "Meine Fähigkeit, zu vertrauen wurde immer wieder von Menschen verletzt, die mich im Stich gelassen haben. Also vertraue ich nur auf mich selbst." Bist du nur unabhängig oder schon ultra-unabhängig? Wir haben 8 klassische Zeichen für Ultra-Unabhängigkeit:

1. Du bist verschlossen

Hat dir schon einmal jemand gesagt, du bist "immer so geheimnisvoll und mysteriös"? Sagt man dir ständig, dass du "so ein verschlossenes Buch" bist und dass du "versuchen solltest, dich ab und zu zu öffnen"? Während wir alle sicherlich ein Recht auf unsere Privatsphäre haben (und zweifellos sollte dieses Recht respektiert werden), gibt es einen Unterschied zwischen einer privaten Person und dem Wunsch, sich vor anderen komplett zu verschließen.

2. Du bist ein Workaholic

Wenn du die Art von Person bist, die immer gerne beschäftigt ist und dazu neigt, sich in ihre Arbeit/ihr Studium zu stürzen, könnte Ultra-Unabhängigkeit ein möglicher Grund dafür sein. Du konzentrierst dich auf Karriere und Studium, weil du Angst davor hast, dir ein Leben außerhalb dieser Dinge zu gönnen und dich auf andere Menschen einzulassen. Du arbeitest hart und viel, weil du eine Ausrede haben willst, um Pläne abzusagen, keine Zeit mit geliebten Menschen zu verbringen oder für längere Zeit alleine zu sein.

3. Du kannst nicht delegieren

Jedes Mal, wenn du in einer Machtposition oder einer Führungsrolle bist, ist deine größte Schwäche immer die Schwierigkeit, Aufgaben an andere zu delegieren. Egal, ob es sich um Arbeit, Schule oder gesellschaftliche Ereignisse handelt, die meiste Zeit über gibst du dir selbst die wichtigsten Aufgaben und verteilst nur die einfachen und unwichtigen an alle anderen. Oder aber hast du die Angewohnheit, alles bis ins kleinste Detail zu kontrollieren. Kurz gesagt, du traust anderen Menschen nicht zu, die Dinge zu tun, die du von ihnen verlangst und würdest lieber alles selbst machen - was uns zu unserem nächsten Punkt bringt!

4. Es fällt dir schwer um Hilfe zu bitten

Egal, wie gern du würdest, du bittest nie jemand anderen, dir aus einer brenzligen Situation herauszuhelfen. Und das nicht, weil du zu stolz oder zu arrogant bist, sondern weil du nicht willst, dass du andere Menschen brauchst. Möglicherweise hast du auch ein Problem damit, anderen zu vertrauen und an ihre guten Absichten zu glauben, sowie die Angst, als Last oder Nervensäge angesehen zu werden - all das sind Anzeichen für übertriebene Unabhängigkeit.

5. Du bist es gewohnt, Zeit mit dir selbst zu verbringen

Egal, ob du Lebensmittel einkaufen gehst, einen Film ansiehst oder auswärts essen gehst, du bist es gewohnt, alles allein zu machen. Du verplanst deine Zeit und dein Geld zu deinen eigenen Bedingungen. Und obwohl es definitiv wichtig ist, eine gute Beziehung zu sich selbst zu haben und sich daran zu gewöhnen, manchmal alleine zu sein, gilt das Gleiche auch für soziale Kontakte und die Zeit, die man mit geliebten Menschen verbringt. Auch diese Zeit solltest du mehr wertschätzen und lernen zu genießen.

6. Du triffst Entscheidungen allein

Du triffst alle wichtigen Entscheidungen in deinem Leben selbst und fragst nur selten andere Menschen nach ihrer Meinung. Und obwohl du vielleicht denkst, dass das eine gute Sache ist, zeigt es eigentlich nur, wie sehr die Ultra-Unabhängigkeit dich von den Menschen um dich herum entfremdet.

7. Du tust dir mit Langzeit-Beziehungen schwer

Ob Liebe oder Freundschaft, es fiel dir schon immer schwer, langfristige Beziehungen aufrechtzuerhalten. Und wenn du ehrlich zu dir selbst bist, weißt du auch, woran das liegt. Du neigst dazu, Menschen die dir wichtig sind auf emotionaler Distanz zu halten. Es ist dir unangenehm, sich ihnen zu öffnen oder zu intim mit ihnen zu werden. Du machst dir immer Sorgen, dass ihr zu viel Zeit miteinander verbringt. Man hat dir auch gesagt, dass du nicht der Beste darin bist, Menschen das Gefühl zu geben, gebraucht zu werden, und du läufst nie jemandem hinterher, der dich verlässt.

8. Du hast ein Problem mit bedürftigen Menschen

Wann immer du jemanden siehst, der sich auch nur ein bisschen bedürftig verhält, drehst du sofort um und läufst in die andere Richtung. Du magst es nicht, wenn Freund*innen dich ständig bitten, mehr Zeit mit ihnen zu verbringen, oder wenn Familienmitglieder dir viele SMS schreiben und dich anrufen. Du fühlst dich leicht erdrückt oder erstickt von den Versuchen anderer Menschen, dir näher zu kommen, und bist oft schnell dabei, sie abzuschießen. Warum? Weil du denkst, dass es ein Zeichen von Schwäche ist. Niemand sollte deiner Meinung nach jemals jemand anderen als sich selbst brauchen.

 

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