Ist es zu spät an eurer Haltung zu arbeiten?

Die Antwort ist nein! Wir haben die besten Tipps!

Gute Haltung

Der Prozentsatz an Menschen, die an ihrer Haltung arbeiten müssten, ist hoch. Und gerade während du das liest, sitzt du vermutlich entweder an deinem unergonomischen Computer oder schaust auf dein Handy. Beide dieser Punkte sind Gründe, wieso viele von uns an schlechter Haltung leiden. Aber es ist kein Grund zu verzweifeln. Denn auch wenn man lange erwachsen und ausgewachsen ist, kann man noch etwas dagegen tun.

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"Es ist gar nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken. Eine bessere Haltung ist oft nur eine Frage der Änderung Ihrer Aktivitäten und der Stärkung Ihrer Muskeln", sagt Saloni Doshi, Physiotherapeutin am Brigham and Women's Hospital, das zum Harvard Hospital gehört. Grund für die schlechte Haltung ist oft dass wir viel sitzen, sei es vor dem Computer oder auf der Couch, aufs Handy nach unten schauen oder viele Stunden schwere Objekte getragen haben. All diese Dinge können dazu führen, dass man die Schultern nach vorne zieht.

"Dadurch werden die Muskeln im hinteren Teil der Schultern überdehnt und geschwächt, und die Muskeln im vorderen Teil der Schultern und im Brustbereich verkürzen sich. Die Schwerkraft zieht die Muskeln dann nach vorne, weil die Muskeln zu schwach sind, um sie wieder nach oben zu ziehen", erklärt Doshi. Wenn die Rumpfmuskeln im Rücken und im Bauch durch Inaktivität geschwächt sind, kann dies ebenfalls dazu führen, dass ihr nach vorne sinkt. Diese Muskeln sind wichtig, um den Körper zu heben und aufrecht zu halten.

Aber warum sollte man überhaupt daran arbeiten, dass man eine bessere Haltung bekommt? Einerseits verändert sich der Schwerpunkt des Körpers dadurch und es besteht eine größere Gefahr, dass man nach vorne fällt. Außerdem kann das der Grund sein für Genickschmerzen, Atemprobleme, Rückenschmerzen oder Probleme bei der Fortbewegung.

Einfache, wichtige Übungen

Der Schlüssel zur Korrektur einer schlechten Körperhaltung liegt in der Stärkung und Dehnung der Muskeln im oberen Rücken, in der Brust und in der Körpermitte.

Zu den Übungen zur Stärkung der Schultermuskulatur gehören zum Beispiel das Zusammenpressen der Schulterblätter für jeweils 30 Sekunden und das Rudern (mit einem Widerstandsband die Ellenbogen wie beim Rudern zurückziehen). Es helfen auch Planks oder wenn man den Bauchnabel fest einzieht.

Eine einfache Methode zur Dehnung der Brustmuskulatur: Leg die Arme hinter den Rücken, greife beide Ellbogen (oder die Unterarme, wenn du so weit kommst) und halte diese Position. Auch bei alltäglichen Aktivitäten musst du an deiner Haltung arbeiten. Ein einfacher Trick, wenn du sitzt (sogar vor dem Fernseher): "Leg dir ein zusammengerolltes Handtuch hinter die Schultern. So sitzt du aufrecht, und das Handtuch kann nicht herunterfallen", schlägt Doshi vor.

Schränke auch Tätigkeiten ein, die zu einer schlechten Körperhaltung geführt haben. Leg eine Pause vom Computer und Fernsehen ein und treibe mehr Sport. "In sechs bis 12 Wochen", sagt Doshi, " wirst du eine Verbesserung deiner Haltung sehen."

 

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