Ist es schädlich, neue Kleidung vor dem Tragen nicht zu waschen?

Raus aus dem Einkaufssackerl und das neue Kleidungsstück gleich anziehen? Keine so gute Idee - dafür gibt es ein paar gute Gründe.

Da hat man sich ein neues Lieblings-Kleidungsstück gegönnt und möchte es am liebsten gleich anziehen - aber da wäre noch was: Es gibt ein paar gute Gründe, das nicht zu tun, bevor es nicht mindestens eine Runde in der Waschmaschine gedreht hat.

5 Gründe, neue Kleidung vor dem ersten Tragen zu waschen

1. Hygiene

Wie hoch ist wohl die Chance, dass man ein Kleidungsstück im Shop als Erste in der Hand hat oder als Erste probiert? Richtig, eher niedrig. Und auch schon vor dem öffentlichen Auftritt an der Kleiderstange wandert Kleidung durch viele Hände, von der Produktion bis zu Lieferung und Verkauf.

2. Farbrückstände

Besonders dunkle Kleidung kann stark abfärben - und zwar nicht nur auf hellen Sofas oder anderen Stücke in der Waschmaschine, sondern auch auf unserer Haut!

3. Chemikalien

Von der Billig-Ware bis zur Luxusmode: Fast jedes Kleidungsstück wird im Laufe des Produktionsprozesses chemisch behandelt, sei es zur Knitterfaltenvorbeugung oder um Schimmelbefall bei der folgenden Lagerung oder auf dem Transportweg vorzubeugen. Die Behandlung betrifft dabei nicht nur Kunstfasern, sondern auch Naturmaterialien wie Baumwolle oder Seide.
Guter Indikator für Kundinnen: Der Geruch des Stückes. Je stärker, desto mehr Chemie wurde verwendet.

4. Krankheiten

Neben bösen Folgen für die Umwelt haben diese Chemikalien auch einen schädlichen Einfluss auf uns: Nicht selten rufen die Stoffe nach direktem Hautkontakt - vor allem bei gereizter Haut oder bei offenen Wunden - allergische Reaktionen hervor. Je nach Empfindlichkeit können Rötungen; Juckreiz oder sogar Atemprobleme auftreten. In extremen Fällen kann es auch zu Pilzinfektionen kommen, die medikamentös behandelt werden müssen. Besonders häufig kommt es im Sommer zu sogenannten Kontaktallergien: Durch das Schwitzen sind die Poren vergrößert, chemische Rückstände können noch leichter in die Haut eindringen.


5. Geruch

Der intensive chemische Geruch ist oft schon beim Betreten von Modegeschäften unangenehm und verschwindet oft erst nach mehrmaligem Waschen in der Maschine (etwa bei dunklen Jeans und Hosen).

TIPP: Second Hand! Kleidung aus zweiter Hand hat schon mehrere Waschgänge hinter sich und weist vergleichsweise nur mehr sehr wenige Chemie-Rückstände auf. Vor allem bei Baby- und Kinderkleidung ist Second Hand also eine super Alternative, die Geld spart und Gesundheit und Umwelt schützt.

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