Ist das die Verhütungsmethode, auf die wir alle gewartet haben?

Hormonfrei und sicher - der Kupferball könnte für viele Frauen ein echte Verhütungsalternative zu Pille und Co. sein. Wir haben die Infos.

Edit: Der Kupferball der Firma 'Gynial' wird derzeit weiterentwickelt und wird aktuell (Stand Winter 2018) nicht mehr im Portfolio angeführt. Alternative natürliche Verhütungsmethoden findest du hier.

Der Kupferball ist eine relativ neue Verhütungsmethode, es gibt ihn erst seit 2016. Die Wirkung ist dabei ähnlich der Kupferspirale oder dem Kupferkettchen und wirkt komplett hormonfrei und kann für 5 Jahre angewendet werden. Das Einsetzen soll dabei fast schmerzfrei sein, da der Draht gebärmutterfreundlich geformt ist. Das Besondere: Es gibt keine spitzen Ecken und Kanten, die die Gebärmutter irritieren können.

Was ist der Kupferball?

Der Kupferball besteht aus zu einem Ball geformten Drähten, auf denen 17 Kupferperlen aufgefädelt sind. Der Draht ist mit einer Polymerschicht ummantelt und liegt frei beweglich in der Gebärmutter. Durch die einzigartige Form gibt es keine Ecken und Kanten, somit kann der Fremdkörper nirgendwo in der Gebärmutter anecken. Kaum ist der biegsame Trägerfaden durch das Einführungsröhrchen in die Gebärmutter gerutscht, erinnert er sich an seine 3-dimensionale Vergangenheit und nimmt wieder seine rundliche und geschmeidige Form an.

So wird der Kupferball eingesetzt:

Wie wirkt der Kupferball?

Wie bei alle Verhütungsmethoden mit Kupfer, wirkt der Kupferball auf zwei Weisen. Einerseits werden ständig kleine Kupfermengen in der Gebärmutter abgegeben, wodurch die Beweglichkeit der Spermien eingeschränkt werden. Andererseits wird durch die Platzierung in der Gebärmutter auch die Einnistung einer möglicherweise befruchteten Eizelle verhindert. Außerdem hat Kupfer eine keimhemmende Wirkung und verringert so das Infektionsrisiko. Die Wirksamkeit ist vergleichbar mit jener der Antibabypille.

Kupferball

Für wen ist der Kupferball geeignet?

Der Kupferball ist mit wenigen Ausnahmen für alle Frauen geeignet, auch für Frauen, die noch keine Kinder hatten und noch welche bekommen möchten. Ausschließlich Frauen, die eine Kupferallergie haben, sollten vom Kupferball absehen. Selbiges gilt für Frauen, die an der seltenen Krankheit Morbus Wilson, das ist eine Kupferspeicherkrankheit, leiden. In jedem Fall sollte einer Entscheidung für den Kupferball aber ein klärendes Gespräch mit dem Gynäkologen oder der Gynäkologin vorausgehen, um Bedenken, Vorteile und Risiken durchzugehen.

Was kostet der Kupferball?

Die Preissetzung hängt vom jeweiligen Arzt ab, der Hersteller Gynial empfiehlt einen Tarif für Gynäkologen von 520€.

Welche Nebenwirkungen oder Risiken bestehen beim Kupferball?

In den ersten Tagen nach dem Einlegen kann es zu leichten Blutungen kommen. Es können auch leichte Krämpfe und Schmerzen auftreten. Zudem können die ersten Menstruationsblutungen stärker sein als gewöhnlich. Es kann auch zu Schmierblutungen kommen. Sobald sich der Körper an den Kupferball gewöhnt hat, lassen diese Nebenwirkungen nach und die Menstruationsblutung normalisiert sich in den allermeisten Fällen.

Ein weiteres Risiko ist, dass der Kupferball vom Körper abgestoßen wird. Mittlerweile gibt es zwei Größen: Den Kupferball Mini und Midi. Die Weiterentwicklung, der Kupferball Midi wird mittlerweile nur noch in 1,7 Prozent der Fälle abgestoßen. Beim Kupferball Mini lag dieser Wert noch bei 7 Prozent.

 

Aktuell