Iranische Männer tragen jetzt Kopftuch, um sich mit Frauen zu solidarisieren

Frauen werden im Iran immer noch gezwungen sich zu verhüllen. Nicht nur Frauen sehen darin ein großes Problem.

Der Iran ist ein Land der Gegensätze. Während es in ländlichen Gebieten undenkbar ist, als Frau unverhüllt in die Öffentlichkeit zu treten, sieht es in den Städten oft ganz anders aus.

Trotzdem verfolgt die iranische "Moralpolizei" weiterhin Frauen im ganzen Land, die sich nicht an die strengen Regeln der Verhüllung halten. Diese wurden nach der islamischen Revolution 1979 eingeführt und schränken Frauen seitdem stark ein. Diejenigen, die sich nicht daran halten, werden mit hohen Bußgeldern bestraft oder müssen sogar ins Gefängnis.

Mittlerweile regt sich allerdings Widerstand gegen diese strengen Vorschriften. Frauen und auch Männer halten die Regeln für altmodisch und kämpfen dafür, diese endlich abzuschaffen.

Social Media Aktion: Männer im Hijab

Mit einer humorvollen Aktion möchte eine Aktivistin auf das Problem aufmerksam machen und seit 22. Juli ruft auf der Facebook Seite "My Stealthy Freedom" Männer dazu auf, Bilder von sich im Hijab hochzuladen, um sich solidarisch mit den unterdrückten Frauen zu zeigen.

Wie der Independent berichtet, steht hinter der Seite die in New York lebende Iranerin Masih Alinejad. Unter dem Hashtag #meninhijab können Interessierte ihre Bilder posten und ihre Solidarität bekunden.

30 Männer sandten der Organisatorin bisher Bilder von sich zu und erzählten ihre persönliche Geschichte. Für viele ist es nicht verständlich warum ihre Mütter, Schwestern oder Cousinen, dazu gedrängt werden, sich zu verhüllen. Besonders in der Hitze seien die Zustände für viele Frauen untragbar.

 

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