Intimrasur erhöht Risiko für Geschlechtskrankheiten

Frauen und Männer, die regelmäßig ihr gesamte Schambehaarung entfernern, setzen sich einem größeren Risiko für Geschlechtskrankheiten aus.

Das Entfernen der Schamhaare hat sich mittlerweile zum dominanten Trend bei der Intimfrisur entwickelt - die Frequenz der Rasur bzw. des Waxings variiert, aber sowohl Männer als auch Frauen stehen im Moment zur Mehrheit auf glatte Genitalien.

Das mag aber gar keine so gute Idee sein, wie eine neue Studie ans Herz legt. Wir mögen nicht oft darüber nachdenken, aber Schamhaare fristen ihr Dasein auf unseren Geschlechtsteilen auch nicht nur zum Spaß. Irgendwas scheint sich die Evolution schon dabei gedacht zu haben, sie da zu lassen.

Eine neue Studie des wissenschaftlichen Journals "Sexually Transmitted Infections" hat die intimen Frisiergewohnheiten und das Sexualleben von 7.500 amerikanischen Erwachsenen untersucht. Und es stellt sich heraus: Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Aufkommen sexuell übertragbarer Krankheiten und der Frequenz der Intimrasur. Menschen, die ihre Schamhaare oft entfernen scheinen aber auch öfter Geschlechtsverkehr zu haben.

Die Studie wurde an der University of California, San Francisco durchgeführt und teilt die Teilnehmer in vier Kategorien: Extreme Intimpflege sind Menschen, die ihre kompletten Schamhaare mehr als 11 Mal im Jahr entfernen. Zur häufigen Intimfplege gehören Menschen, die täglich oder wöchentlich ihre Schambehaarung zurechtschneiden, zur nicht-extremen Intimpflege gehören Menschen, die ihre Schambehaarung ganz oder zumindest teilweise hin und wieder entfernen oder kürzen und zur seltenen Intimpflege gehören Menschen, die die Haare die meiste Zeit wachsen lassen. Die abgefragten Krankheiten waren Herpes, HPV, Syphilis, Dellwarzen, Gonorrhoe, Chlamydien und HIV.

Jede Form der Haarentfernung konnte mit einem erhöhten Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten verbunden werden, allerdings je öfter und intensiver die Haare entfernt wurden, desto höher war auch das Risiko. Gerade Krankheiten, die durch Hautkontakt übertragen werden können, wie Herpes oder HPV, wurden öfter gemeldet.

Die Studie hat nicht untersucht, wodurch man anfälliger für die Krankheiten wird. Frühere Studien haben jedoch festgestellt, dass sowohl Rasur als auch Waxing kleine Mikro-Risse in der Haut kreieren, durch die Bakterien oder Viren leichter eindringen können.

 

Aktuell