Interview Elyas M'Barek

Mit „Türkisch für Anfänger“ wurde er bekannt, seit dem Millionen-Erfolg „Fack Ju Göhte“ gilt Elyas M'Barek als coolster Typ in der deutschsprachigen Kinoszene. miss bat den gebürtigen Österreicher zum Talk.

Der heißeste Lehrer des Jahres 2013 ist eindeutig Elyas M'Barek (31)! Seit er in dem Film Fack ju Göthe den großmauligen Verbrecher Zeki Müller spielte, der als Aushilfslehrer an einer Schule landet und sich mit dauerfluchenden Teenies herumschlagen muss, ist er der Publikumsliebling der Nation - egal ob in Deutschland oder Österreich. Und der Erfolg spricht für sich. Mit knapp sieben Millionen Zuschauern steht Fack Ju Göhte an dritter Stelle der bestbesuchten deutschen Filme - nach Der Schuh des Manitu und (T)Raumschiff Suprise. miss bat Elyas, der eine österreichischen Mutter und einen tunesisch-stämmigen Vater hat, zum Ösi-Interview.

Interview Elyas M'Barek


Servus Elyas! Könntest du unser Gespräch auch auf Österreichisch führen?

Elyas M'Barek: Würde schon gehen. Auch wenn mir vielleicht ein wenig die Übung fehlt, ich spreche ja eigentlich meistens Hochdeutsch.

Du hast einen österreichischen Pass - gibt's denn sonst noch was an dir, das du als österreichisch bezeichnen würdest?

Elyas M'Barek: Ich bin ein ausgezeichneter Skifahrer, das liegt mir im Blut.

In Fack ju Göthe ist die Ausdrucksweise ja ziemlich derb. Wie oft rutscht dir privat so was Unflätiges raus?

Elyas M'Barek: Ich fluche manchmal beim Autofahren (lacht).

Interview Elyas M'Barek


Mal ehrlich: Wenn ich dich jetzt prüfen würde zu Goethe, Schiller oder Shakespeare - wie viel Wissen kannst du da aus deiner Schulzeit abrufen?

Elyas M'Barek: Mir würde zumindest zu jedem der drei mindestens ein Klassiker einfallen, das muss dann reichen (grinst).

Bora Dagtekin hat dir quasi die Rolle auf den Leib geschrieben. Warst du beim Prozess des Schreibens irgendwie eingebunden?

Elyas M'Barek: Nee, das kann der schon alleine ganz gut. Aber ich wurde von Anfang an auf dem Laufenden gehalten, was den Fortschritt des Drehbuchs anbelangt.

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Interview Elyas M'Barek

Die Szenen im Schwimmbad zeigen dich ja ziemlich hot. Wie lange hast du an deinem Sixpack gearbeitet?

Elyas M'Barek: Ich mache generell viel Sport. Für den Film hatte ich allerdings einen strengen Diätplan und einen Fitnesscoach, der mich insgesamt sechs Monate auf den Dreh vorbereitet hat.

Worauf verzichtest du am schwersten, wenn du im Training bist?

Elyas M'Barek: Kohlenhydrate! Ich liebe gutes Essen - und alles, was schmeckt, sind meistens Kohlenhydrate. Auf die zu verzichten, geht bei mir nur, wenn ich ein wichtiges Ziel habe.

InlineBild (8af20e0c)Gestehe: Wie viele Takes gab es für deine Rülps-Szenen?

Elyas M'Barek: Einige (grinst). Am Ende wurde aber ein Rülpser von Bora benutzt, der konnte das noch lauter als ich.

Wenn du „Österreichisch für Anfänger" unterrichten solltest, was wäre deine erste Lektion?

Elyas M'Barek: „Wie macht man das perfekte Schnitzel!"

Deine Mama ist Fan von Rainhard Fendrich, du selbst hast mal gesagt, dass dir bei I am from Austria das Herz aufgeht. Gibt's noch österreichische Künstler, die du kennst und schätzt?

Elyas M'Barek: Ich bin ein großer Fan von Josef Hader. Ich finde seine Filme einfach großartig und habe ihn auch mal live in Berlin gesehen, was echt sehr beeindruckend war.

 

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