Interview Alexa Chung

Stilikone Alexa Chung ist unter die Autoren gegangen. Ihr Buch "It" ist ein gelungener Mix aus Skizzenbuch und Modebibel.

Alexa, was dürfen wir von deinem Buch erwarten?

Mein Ziel war es einfach, dass ich in meinem Buch etwas von mir preisgebe, was noch nicht woanders breitgetreten wurde. Ich wusste von Beginn an, dass es sehr persönlich werden wird, es ist gleichzeitig auch eine Art Skizzen- oder Tagebuch.

Wie ist es dir während des Schreibens gegangen?

Ich liebte es, über viele Dinge so intensiv nachzudenken. Ich denke, das Buch hat mir geholfen, viele Themen in meinem Kopf zu klären. Durch diesen Prozess habe ich quasi in meinem Gehirn aufgeräumt (lacht).

Bist du zufrieden mit dem Ergebnis?

Ich mag alles davon - jede einzelne Seite. Ich fühle mich ein bisschen wie früher. Als hätte ich gerade ein wirklich gutes Schulprojekt abgegeben (grinst).

Neben Text sind auch viele Skizzen und Bilder in deinem Buch ...

Ich hatte Tage- und Skizzenbücher über das Alter hinaus, in dem das akzeptabel ist (lacht). Ich hatte sie auch noch als Teenager. Als ich dann das Modeln für mich entdeckte, gab es zwischen Shootings und Castings immer sehr viele Wartezeiten - oder leider auch Arbeitslosigkeit. Deshalb bin ich immer mit einem Buch und einem Skizzenbuch herumgereist.

Alexa Chungs Buch
Und wann hast du damit begonnen?

Jetzt, wo ich darüber nachdenke ... Eigentlich habe ich noch früher damit angefangen - als ich etwa sieben war. Ich schrieb keine Bücher, aber ich habe Zeitungsartikel mit der Hand kopiert. Ich hab sie einfach vom Anfang bis zum Ende abgeschrieben. Na ja, ich bin wahrscheinlich nie bis zum Ende gekommen (lacht), aber es waren schon ein paar Seiten. Die musste ich dann immer vor meinen Brüdern verstecken. Einmal fanden sie nämlich so ein Skizzenbuch und haben mich damit echt geärgert (grinst).

Das Cover ist in Pastellrosa. Viele Fans hätten sich wahrscheinlich etwas anderes erwartet ...

Ich bin eine sehr visuelle Person und habe ein gutes Gefühl dafür, was geht und was nicht. Und ja, auch ich bin überrascht, dass es rosa geworden ist. Das war eigentlich immer eine ungeliebte Farbe von mir. Ich habe Rosa über Jahre gehasst, aber plötzlich ist alles, was ich mag, rosa (lacht).

Und Mode ist nach wie vor dein Hauptthema?

Ich verwende Klamotten, um mich zu amüsieren. Und ich hoffe, das kommt in meinem Buch rüber. Als ich es geschrieben habe, ist mir erst bewusst geworden, wie oft ich in andere Rollen schlüpfe, wenn ich mich anziehe - ich wusste gar nicht, dass ich so oft ein „Kostüm" anhabe. Und wer weiß: Vielleicht wird das Buch auch die Leute überraschen, die bisher von mir dachten, dass ich ein Vollidiot bin (grinst).

 

Aktuell