Interior: Wie du nachhaltig(er), aber modern wohnen kannst

Modern wohnen, aber dennoch die Umwelt und das Klima schonen – diesen Wunsch teilen viele junge Menschen. Folgende Interior-Tipps helfen dir dabei.

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Nachhaltigkeit spielt heutzutage in vielen Lebensbereichen eine zunehmend wichtige Rolle. Das gilt auch für die Wohnungseinrichtung, denn ihre Materialien, ihr Stromverbrauch und weitere Faktoren können durchaus zum Problem für die Umwelt oder das Klima werden. Wohnen mit reinem ökologischen Gewissen, so lautet daher das Ziel vieler (nicht nur) junger Menschen in Österreich. Und das bedeutet längst nicht, dass du bei der Optik oder beim Komfort Abstriche machen musst. Im Gegenteil: Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, um sowohl nachhaltig als auch modern zu wohnen. Hier einige Ideen.

1. Auch nachwachsende Rohstoffe setzen.

Heutzutage kannst du Möbel quasi überall und für minimales Geld kaufen – sei es beim Online-Shopping oder bei großen Handelsketten. Leider bestehen diese häufig aus umweltschädlichen Materialien wie Holz aus den Regenwäldern oder Plastik. Bei deiner Wohnungseinrichtung sollte daher stets das Motto gelten: Qualität statt Quantität! Es lohnt sich, lieber mehr Zeit sowie Geld zu investieren, um nachhaltige Möbel zu finden und zu kaufen. Recherche ist dafür das A und O. Bestenfalls handelt es sich um Mobiliar aus Holz, das aus heimischen Wäldern stammt, beispielsweise Eiche oder Zirbe. Massivholzmöbel sind zwar deutlich teurer als ihre billigen Alternativen, aber dafür nachhaltiger und zugleich langlebiger; wodurch sich die Investition auf lange Sicht amortisiert. Solltest du unsicher sein, welche Möbel nachhaltig sind und welche nicht, kannst du auf entsprechende Siegel achten, zum Beispiel das FSC-Siegel.

2. In Energieeffizienzklassen investieren.

Eine moderne Wohnung ohne Elektrogeräte ist weder denkbar noch notwendig. Schließlich geht es hierbei auch um eine Frage des Komforts. Jedoch kannst du der Umwelt und dem Klima einen großen Gefallen tun, wenn du in die besten Energieeffizienzklassen investierst. Überleg also, auf welche Elektrogeräte du nicht verzichten kannst oder willst, was vor allem die Küche betrifft. Dabei darf es sich gerne um aktuelle Trends handeln, die dir ein Maximum an Design, Praktikabilität, aber eben auch Nachhaltigkeit bieten. Anschließend gilt es, jene Optionen zu wählen, die deine Ansprüche mit minimalem Energieverbrauch erfüllen. Aber Achtung: Die höchste Effizienzklasse ist nicht A, sondern mittlerweile A+++.

3. Auf chemische Stoffe verzichten.

Selbst Mobiliar aus nachhaltigen Rohstoffen kann zum Umweltsünder werden, wenn es mit chemischen Stoffen wie Lacken, Klebern & Co behandelt wurde. Unter Umständen sind diese sogar gesundheitsschädlich – vor allem, aber nicht nur, für Kinder. Je naturbelassener die Einrichtungsgegenstände also sind, desto besser. Achte deshalb darauf, dass keine Schadstoffe wie Formaldehyd enthalten sind, von der Wandfarbe bis hin zum Leim zwischen Spanplatten. Naturmaterialien liegen demnach nicht ohne Grund im Trend, denn sie sehen nicht nur chic aus, sondern sind auch nachhaltig(er) und damit die perfekte Wahl für dein Interior.

4. Das Raumklima aktiv verbessern.

Ein schlechtes Raumklima hat zahlreiche negative Folgen. Diese reichen von gesundheitlichen Beeinträchtigungen über die Schimmelbildung an Wänden bis hin zu umwelt- beziehungsweise klimaschädlichen Verhaltensweisen wie ständigem Lüften und Heizen. Keine Frage, der regelmäßige und richtige Luftaustausch in Wohnräumen ist wichtig, doch durch ein gutes Raumklima kannst du verhindern, dass dieser zu oft notwendig wird. Denn dadurch geht Wärme verloren, sprich du musst unterm Strich mehr heizen. Mit einfachen Mitteln wie Luftbefeuchtern oder einer automatischen Lüftungsanlage kannst du daher nachhaltiger, komfortabler und sogar günstiger wohnen.

5. Grün, Grün und noch mehr Grün!

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, um das Raumklima zu verbessern, nämlich Pflanzen. Sie filtern die Luft, bieten eine schöne Optik und sind zugleich wichtig im Kampf gegen den Klimawandel. Es gibt daher zahlreiche gute Gründe, um so viel Grün wie möglich in die eigenen vier Wände zu bringen. Aber auch außerhalb, sei es auf dem Balkon, im Garten, auf einer Dachterrasse oder sogar an der Fassade, können Pflanzen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wenn du Lust und ausreichend Platz hast, kannst du sogar eigene Beete anlegen, um die Umwelt noch auf einer weiteren Ebene zu schützen: Du musst weniger Lebensmittel im Supermarkt kaufen, die beispielsweise tausende Kilometer weit transportiert wurden oder mit Schadstoffen belastet sind. Das spart dir zugleich viel Geld. Zuletzt haben Studien herausgefunden, dass die grüne Farbe der Natur der Gesundheit guttut – sowohl psychisch als auch physisch. Es gibt also viele gute Argumente für (noch mehr) Pflanzen in deinem Zuhause!

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6. Künstliche Intelligenz nutzen.

Die Möglichkeiten, um nachhaltiger zu wohnen, können also ganz simple Maßnahmen umfassen; aber auch höchst komplexe. Künstliche Intelligenz ist hierbei ein wichtiges Stichwort, denn sie kann dir zusätzlich dabei helfen, ebenso modern wie nachhaltig zu leben. Das Smart Home setzt sich immer mehr durch, sei es bei Neubauten oder in Form einer Nachrüstung in Bestandsbauten. Auch dir steht somit die Möglichkeit offen, neuartige Technologien in deine Wohnräume zu integrieren, zum Beispiel für mehr Komfort, mehr Entertainment oder eben mehr Nachhaltigkeit. Denn einige der smarten Tools helfen beim Sparen von Energie. Sie können zum Beispiel die Heizung während deiner Abwesenheit niedriger oder ausschalten und kurz vor deiner Rückkehr wieder aufdrehen, sodass du es bei deiner Ankunft schön warm hast, ohne tagsüber Heizenergie zu verschwenden. Ähnliche Möglichkeiten gibt es zum Beispiel zum Stromsparen.

7. Strom sparen, auch auf eigene Faust…

Strom sparen – das geht natürlich auch ohne intelligente Helferlein. Schon kleine Umrüstungen in deinen Wohnräumen können dabei behilflich sein. Steckdosenleisten mit Kippschalter sind dafür eine hervorragende Möglichkeit, denn so verhinderst du, dass elektronische Geräte auf Standby bleiben und somit Strom verbrauchen, ohne dass du sie jedes Mal umständlich ein- oder ausstecken musst. Auch kannst du einstellen, dass sich dein Laptop bereits nach zwei Minuten ohne Interaktion in den Stromsparmodus schaltet, anstatt erst nach zehn Minuten – und auch dieses ist nur ein Beispiel von vielen. Überleg also, wo du in deiner Wohnung mit wenigen Handgriffen etwas Energie einsparen kannst. Kleinvieh macht schließlich auch Mist, wie man so schön sagt.

8. ...und den „richtigen“ Strom bestellen.

Zudem solltest du zu einem Anbieter mit Ökostrom wechseln, wenn das noch nicht passiert ist. Einen Stromausfall brauchst du bei einem Anbieterwechsel nicht zu befürchten und somit musst du mit keinerlei Einschränkungen beim Komfort rechnen. Stattdessen wirst du keinen Unterschied zu vorher merken und weiterhin in einer modernen Wohnung mit elektronischen Geräten & Co leben – aber gleichzeitig quasi automatisch einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. Wenn möglich, kannst du natürlich auch noch einen Schritt weiter gehen und zum Beispiel eine eigene PV-Anlage installieren, sei es auf dem Dach, im Garten oder auf dem Balkon. Auch hier können schon kleine Maßnahmen einen großen Effekt bringen.

9. Weniger Wasser bei gleichem Komfort.

Selbiges gilt beim Wasser. Wann und wo immer es möglich ist, solltest du Wasser sparen. Schließlich handelt es sich um eine der wertvollsten Ressourcen der Welt, die jedoch bereits jetzt knapp ist. Das bedeutet aber nicht, dass du fortan nicht mehr duschen oder einen Geschirrspüler nutzen solltest. Stattdessen kannst du einen wassersparenden Duschkopf anbringen oder eben in eine wassersparende Geschirrspülmaschine investieren. Es gibt noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, die dich in deinem modernen Alltag in keiner Weise einschränken, die aber für die Umwelt einen wichtigen Beitrag leisten.

10. DIY: Selbst kreativ werden.

Selbst ist die Frau, so lautet dein Motto beim letzten Tipp, denn der „Do-It-Yourself“-Trend hat längst auch das Interior erreicht. Das gilt unter anderem im Sinne der Nachhaltigkeit, denn so kannst du Müll vermeiden und stattdessen nachhaltig(er) leben. Du kannst also alte Möbel kaufen oder Kaputtes reparieren, anstatt in etwas Neues zu investieren. Was dir nicht modern genug ist, gestaltest du kurzerhand selbst um, vielleicht in einer anderen Farbe oder mit einer neuen Lackierung. Falls es dir dafür an Inspiration fehlt, findest du diese zum Beispiel in Büchern oder im Internet. So kannst du zugleich darauf achten, keine umwelt- sowie gesundheitsschädlichen Stoffe zu verwenden – und so erhältst du eine Wohnungseinrichtung, die nicht nur modern und nachhaltig ist, sondern auch absolut einzigartig. Ja, so chic kann Umwelt- und Klimaschutz sein!

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