Inkontinenz: Schauspielerin spricht offen darüber

Für die britische Schauspielerin und dreifache Mutter ist schwangerschaftsbedingte Inkontinenz kein Tabuthema - im Gegenteil.

Im ach so perfekten Hollywood wird über Makel nur ungern gesprochen. Im Gegenteil, am liebsten werden diese vertuscht, wegoperiert oder zumindest retouchiert. Dass Kate Winslet nichts von diesen falschen Illusionen hält, stellte sie bereits vor ein paar Wochen klar, als bekannt wurde, dass sie nicht mehr retouchiert zu werden dürfte:

"Ich finde, wir haben eine große Verantwortung gegenüber der jüngeren Frauengeneration. Sie sehen sich die Magazine an, sie sehen sich Frauen an, die erfolgreich sind und sie wollen Frauen sehen, zu denen sie aufschauen können. Und ich möchte dieser Generation immer die Wahrheit sagen und zeigen – denn sie sollen starke Vorbilder haben. Wir alle sind verantwortlich dafür, junge, starke Frauen großzuziehen. Deswegen ist mir das so ein großes Anliegen", gab sie damals in einem Interview bekannt.

Nun sprach die dreifache Mutter in der Talkshow des britischen Showmasters Graham Norton ganz offen über ihre schwangerschaftsbedingte Inkontinenz:

"Ich bepinkel mich. Es ist schrecklich, besonders, wenn man einen Rock trägt. Wenn man ein paar Kinder hatte, passiert das einfach. Es ist erstaunlich: Zweimal niesen und alles ist gut, aber dreimal und es ist zu spät."
von Kate Winslet

Ein Viertel ist betroffen

Kate Winslet spricht damit ein Tabuthema an, das eigentlich sehr viele Frauen nach der Geburt betrifft.
Etwa 25 Prozent aller Frauen zwischen 25 und 35 Jahren leiden vorübergehend an Blasenschwäche als Folge von Entbindungen, so der deutsche Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz. Diese kann auch Jahre nach der Schwangerschaft anhalten.

Daher ist es besonders wichtig, dass Frauen offen darüber sprechen und wie Kate Winslet, auch darüber lachen können:

"Hey. Das einzige, was bei diesem Problem hilft, ist, darüber zu lachen".

 

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