Ines Stilling: Das ist die neue Frauenministerin

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein hat ihre Regierung präsentiert: Sechs Ministerinnen, sechs Minister. Ines Stilling wird die Frauenagenden von Juliane Bogner-Strauß übernehmen - und ist Frauenministerium alles andere als eine Unbekannte.

Unter Kanzlerin Brigitte Bierlein übernimmt Ines Stilling das Frauen- und Familienministerium von Juliane Bogner-Strauß (ÖVP).
Die Grazer Juristin blickt auf eine lange Karriere im Frauenministerium zurück: Sie war im Büro von Doris Bures, stieg unter Gabriele Heinisch-Hosek zur Büroleiterin auf und wurde 2012 Leiterin der Sektion zwei (Frauenangelegenheiten und Gleichstellung) im Bundeskanzleramt. Das bliebt sie auch nach dem Regierungswechsel 2017 unter dem damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Ines Stilling: Gender Mainstreaming und Gender Budgeting als Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter

Ines Stilling gilt als pragmatische Linke und Verfechterin des "Gender Mainstreaming" (Verwirklichung der Gleichstellung von Mann und Frau unter Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Lebensbedingungen und Interessen) und des "Gender Budgeting" (Arbeiten nach und mit einem gendergerechten Haushaltsplan mit dem Ziel der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter): "Frauen sollen endlich ein eigenständiges Leben führen können und gesellschaftlich und finanziell gleichberechtigt und zu gleichen Teilen anerkannt sein. Investitionen und Ressourcen sind jedoch weiterhin nicht fair verteilt. Darum braucht es Gender Mainstreaming bzw. Gender Budgeting. Interessanterweise müssen wir, um „Gender in den Mainstream zu rücken“, einen Weg abseits des bisherigen „Mainstreams“ unserer Gesellschaft einschlagen, der nach wie vor Frauenbenachteiligung und Diskriminierung zulässt. Es gilt, einen neuen Mainstream zu erzeugen." (Link zum Text)

 

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