Immer mehr erfolgreiche künstliche Befruchtungen in Österreich

Die Zahl der erfolgreichen künstlichen Befruchtungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14,4 Prozent.

Immer mehr erfolgreiche künstliche Befruchtungen

Manche Paare müssen bei ihrem Kinderwunsch auf künstliche Befruchtung zurückgreifen. Das wird in Österreich immer häufiger, da sich viele Paare später für Kinder entscheiden, und zum Glück wird auch die Erfolgsrate von IVFs immer höher. Da die Kosten dafür recht hoch sind, gibt es den IVF-Fonds der Regierung, der einen Großteil der Kosten übernimmt. Der kürzlich veröffentliche IVF-Fonds Jahresbericht gibt Auskunft darüber, wie viele Paare dies in Anspruch nahmen und wie erfolgreich die künstliche Befruchtung war.

Mehr erfolgreiche Befruchtungen

Wie auch im Jahr davor stieg die Zahl der erfolgreichen Schwangerschaften nach einer künstlichen Befruchtung weiter an - dieses Jahr sogar um 14 Prozent. Insgesamt fanden 31 Prozent der österreichweiten 12.204 IVF-Versuche in Wien statt.

Diese Zahl ergibt sich jedoch nicht nur aus Wienerinnen, die sich in ihrer Heimatstadt behandeln lassen. Mehr als die Hälfte der Niederösterreicherinnen lassen ihre IVF-Behandlungen in Wien durchführen und vertrauen auf die Expertise und das breite Behandlungsspektrum der Wiener Kinderwunschzentren.

Männer im Blick

Warum benötigen so viele Paare Hilfe bei ihrem Kinderwunsch? Lange Zeit hat man den Fokus auf die Frau gelegt, doch hier findet seit einigen Jahren ein wichtiges Umdenken statt. Prof. Dr. Andreas Obruca, Präsident der österreichischen IVF-Gesellschaft und Leiter des Kinderwunschzentrum an der Wien, und sein Expert*innenteam weiß, dass Männer oftmals ihre eigene Fruchtbarkeit überschätzen, denn: Die Samenqualität nimmt mit zunehmendem Alter sowie durch Umweltfaktoren und Lifestyle stetig ab.

"Bei unerfülltem Kinderwunsch wird, wenn das Thema Unfruchtbarkeit aufkommt, häufig der Fokus auf die Frau gelegt. Dabei liegen die Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit zu 55,6 Prozent beim Mann. Nur zu 15,3 Prozent liegen sie vollständig bei der Frau und in 29,1 Prozent der Fälle liegen die Ursachen an beiden Partnern", so Prof. Andreas Obruca.

Frühzeitige Beratung

Bei unerfülltem Kinderwunsch rät das Kinderwunschzentrum an der Wien sich rechtzeitig beraten zu lassen. Es gibt viele unterschiedliche Gründe und Ursachen für Unfruchtbarkeit und den unerfüllten Kinderwunsch. Bei allen jedoch gilt, man muss diesem rechtzeitig nachgehen, je früher desto besser.

Prof. Obruca rät: "Oft werden Kinderwunschzentren erst als letzte Anlaufstelle gewählt, Scham spielt dabei eine erhebliche Rolle. Vor allem Männer fühlen sich unwohl, wenn es um das Thema Unfruchtbarkeit geht. Kompetente und fachliche Beratung kann vor allem auch jenen Männern Sicherheit bieten, die sich am liebsten erst gar nicht mit dem Thema auseinandersetzen wollen."

 

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