Im Gespräch mit Anna F.

Anna F. ist mehr als nur ein hübsches Gesicht! Die 28jährige Sängerin bereichert Österreich mit guter Musik! Miss.at hat sich mit der Steirerin über Liebeskummer, Schminken, Lenny Kravitz, ihr neues Album und noch vieles mehr unterhalten.

Was macht denn das Album „King In The Mirror" aus?

Gute Frage! Es war eine langer Weg. Ich bin die letzten zwei Jahre viel herum gereist und die verschiedenen Einflüsse findet man in den Songs wieder. Dieses Mal habe ich auch mit einem jungen Produzenten aus Berlin zusammen gearbeitet. Der hat sehr auf Details geachtet und das hört man auch?

Welche drei Song sind aus dem Album deine Lieblinge und wieso?

Auf jeden Fall „King In The Mirror". Das ist der persönlichste Song von allen. Da geht's um das Bild, das man von sich selbst hat und das andere von einem haben. Wie man gesehen werden möchte und wie man wirklich gesehen wird. Das Thema zieht sich durch mein Album wie ein roter Faden!

Ich habe mich von Diego Velázquez Bild „Las Meninas" inspirieren lassen. Wenn man ganz genau schaut, sieht man das Königspaar im Spiegel.

Der zweite Song ist „Friedberg"! Da haben wir in Portugal in nur einer Stunde das Video gedreht . Ohne Licht und ohne Make Up. Einfach so.
Wenn ich eine Idee habe, die wir schnell umsetzen müssen, dann mache ich mir keine Gedanken, um das Make-Up. Der Max mein Kameramann schaut dann, dass ich nicht allzu schlimm aussehe. *lacht*

Worum geht's in „Friedberg"?

Um Entscheidungen! Dass man die richtigen trifft, obwohl viele verschiedene Stimmen von außen auf einen einreden und man am Ende trotzdem das richtige tut

Und als dritten Song nehme ich „Too Far" is der dritte Track. Es geht um eine Beziehung in der die emotionale Distanz so groß ist, dass sie nicht überwindbar ist. Aber man versucht immer noch eine Brücke zu bauen und zusammen zu finden.

Wie gehst du mit Liebeskummer um?

Ich versuche mich nicht abzulenken, bleibe zu Hause und versuche nicht davon zu laufen.

Dabei sagen die meisten Musiker, dass sie Songs schreiben.

Das mache ich, wenn es mir schon ein bisschen besser geht. Wenn es mir richtig dreckig geht, geht gar nichts.

Wie hast du dich zwischen den beiden Alben weiter entwickelt?

Bei meinem ersten Album „For Real" habe ich meine ersten selbstgeschriebenen Songs auf einem eigenen Label veröffentlicht. Ich habe quasi meine ersten Fussspuren in der Musikwelt hinterlassen. Da war alles sehr traditionell.

Jetzt habe ich mir lange überlegt wie das Album klingen soll. Ich habe mit vielen verschiedenen Produzenten aus L.A., London und Berlin gearbeitet. Einen Sound gesucht und mir ganz genau überlegt wo ich hin will. Der Sound sollte anders sein und ich glaube, das hab ich geschafft.

London, Berlin, L.A., Friedberg. Wird eigentlich überall anders gearbeitet?

Ja klar, die haben in Amerika eine ganz andere Arbeitsweise! Da geht's viel mehr darum einen Hit zu produzieren. Wenige Leute wollen da nur Musik machen. Das hört man halt auch. Details gehen da vollkommen unter.

Es klingt ja auch alles gut, es klingt wie ein Hit zumindest am Anfang. Wenn man es sich dann noch einmal anhört, merkt man, dass es in Wahrheit nichts neues mehr ist. Je öfter man es dann hört, umso weniger mag man es.
Bei meinen Tracks ist es so, dass man jedes Mal, wenn man sich anhört, etwas Neues findet. Es hat mehr Tiefsinn.

Wenn du nach Friedberg kommst bist du dann Anna oder Anna F.?

In Friedberg bin ich einfach nur Anna. Wenn ich heim komme, dürfen meine Freunde und meine Familie mit mir nicht über die Arbeit reden. Da wird über anderes getratscht!

Interview Anna F, King in the mirror,

Hast du Rituale bevor du auf die Bühne gehst?

Ich mache nichts Besonderes. Ich singe mich ein, mache ein paar Atemübungen und das war's auch schon.

Hast du keine Beauty- oder Styling-Rituale.

Nein, ich schminke mich ja kaum. Höchsten Wimperntusche. Ich kann mich gar nicht schminken. Außerdem sagen mir Leute immer, dass ich anders ausschaue, wenn ich geschminkt bin und das mag ich nicht.

Und wie ist es mit der Mode?

Davon habe ich auch keine Ahnung. Ich gebe auch kaum Geld aus für Gewand. Mein allerliebstes Teil ist ein Overall von Michel Mayr. Das ist eine österreichische Designerin, die tolle Sachen macht! Ich liebe diesen Overall, weil der einfach immer passt und ich ganz schnell schön angezogen bin. Mein Kasten ist nämlich auch ziemlich leer.

Was sind deine modischen No-Gos?

Röcke! Ich mag Kleider, aber Röcke, die kann ich nicht leiden! Ich habe auch keinen!

Du warst die Vorband von Lenny Kravitz, wie war das für dich?

Ich glaube, ich habe das erst im Nachhinein realisiert. Während dessen war ich so darauf konzentriert, dass ich immer fit bin und mein bestes auf der Bühne gebe, dass ich es einfach nicht wirklich gecheckt habe. Im Nachhinein war das dann schon cool.

Und jetzt wirst du bald als Vorband von James Blunt auf Tour gehen...

Ja, darauf freu ich mich auch schon ur. Wir kennen uns zwar nicht, aber ich habe gehört, dass James super sei soll! Vielleicht singen wir ja gemeinsam etwas. Das wäre cool.

Anna F, Interview, King in the mirror
 

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