Im Dschungelcamp, Tag 12

DIE DSCHUNGEL-KOLUMNE (Tag 12): Liebhaber der horrenden Haute cuisine kommen am zwölften Tag im australischen Gourmettempel für gescheiterte Genießer voll auf ihre Kosten. In der Dschungelprüfung wird gewürgt und gespuckt, gerülpst und gekotzt – und Fiona kommentiert Kamelpenis und Schafshoden durchaus situationskomisch: "Dabei ich habe mir vorgenommen, ich stecke mir keine Genitalien in den Mund, wenn es nicht mein Mann ist!"

Das Büffet im australischen Busch wurde endlich eröffnet! Nach gefühlt siebenundzwanzig unspektakulären Dschungelprüfungen geht's für Fiona und Claudelle ums Eingemachte und den Zuschauer ums Ausgelachte. Es heißt jetzt: Kotzen, bis Dr. Bob kommt! Denn die kulinarische Klinik von RTL setzt unsere peinlichen Patienten auf eine Dschungel-Diät, die dem Zuschauer zwar einen robusten Magen abverlangt, aber endlich den Unterhaltungswert nach oben kurbelt. Eine ganze Nation reibt sich schadenfroh die Hände und jubelt: Kuck mal, wer da bricht!

Claudelle Deckert und Fiona Erdmann bei der Dschungelprüfung

Olivia Jones: "Ich hoffe für Fiona, dass sie eine Prüfung bekommt, die ihr mal das Maul stopft!"
Vorab: Fiona Erdmann ist zwar fast schon bis zur Unkenntlichkeit abgemagert, ihr Resthirn scheint aber noch durchblutet zu werden. Das Knochengerüst mit Kalkül weiß, wie es sich in Szene setzen muss, um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu erlangen und zwingt ihre Kollegen mit einen manischen Funkeln in den Augen, sie in die nächste Dschungelprüfung zu wählen. Da spielt es keine Rolle, dass die anderen sie nur nominieren, um sie wenigstens für eine Weile loszuwerden. Olivia kommentiert boshaft: "Ich hoffe für Fiona, dass sie mal eine Prüfung bekommt, die ihr mal das Maul stopft, egal was." Ja ja, die bauernschlaue Camp-Mutti weiß einfach, wo der Bartl den Most und das RTL die Ekelprüfungen herholt, denn tatsächlich wird Fiona gemeinsam mit Claudelle in die „Dschungelpizzeria" zum 7-Gang-Menü eingeladen. Dass jetzt ganz großes Kino kommt, ahnt sogar der desinteressierteste Zuschauer und wappnet sich mit einem flauen Gefühl im Magen für die nächsten Bilder. Ist das eklig! Ist das abartig! Ist das toll! Und ja, statt motzen gibt's jetzt endlich mal kotzen!

Claudelle Deckert bei der Dschungelprüfung

Fiona Erdmann: „Ich denke, ich habe irgendwann ja auch mal Kinder und dann sehen die, dass ich einen fremden Schwanz im Mund hatte!"
Der erste Gang kommt optisch harmlos daher, Fiona darf die Dschungel-Interpretation von Tomaten und Mozzarella futtern: Ziegenzunge und Kotzfrucht. Und ja, das macht die Ziege sogar, ohne zu kotzen. Als nächstes bekommt Claudelle eine australische Minestrone serviert, in der ein tischtennisballgroßes Fischauge schwimmt, das es nun zu verspeisen gilt. Der Ekel quillt ihr aus den Augen, sie knabbert, beißt, lutscht - doch vergeblich: „Es tut mir so leid, es ist zu hart, ich kann es nicht essen. Scheiße." Gang 3 geht an Fiona, und ja, jetzt wird es endlich abstoßend, bitte den Eimer bereitstellen! Auf dem Teller liegt ein gigantischer Kamelpenis, der Fiona in ein moralisches Dilemma stürzt: „Ich denke, ich habe irgendwann ja auch mal Kinder, und dann sehen die, dass ich einen fremden Schwanz im Mund hatte!", erwägt sie und drückt und quetscht an dem Kamelpenis herum, dass der Zuschauer schon vor der Fütterung angeekelt ist. Doch dann, bitte genau hinschauen, jetzt mampfen wir Genitalien: „Ich will es probieren, der Schwanz ist zäh, Augen zu und durch." Und tatsächlich, das Mager-Model schlingt das tierische Genital würgend runter und erhält einen Stern.

Fiona Erdmann bei der Dschungelprüfung

Fiona Erdmann: „Ich habe immer noch Penis zwischen den Zähnen!"
Der vierte Gang gehört wieder Claudelle, es gibt australische Pasta aus lebenden Sandwürmern, die zwei Meter lang erscheinen und ja, leider noch leben. Sie winden sich allerdings weniger als Claudelle, die noch immer unter Schock steht und es gerade so schafft, das Getier zu essen. Gang 5 ist ein „Rotwein" für Fiona: 0,2 Liter Kamelblut mit Kamelleber-Flavour. Kötzerchen! Aber nein, noch kann sie nicht loslegen, denn: „Ich habe immer noch Penis zwischen den Zähnen", und ja, der Zuschauer kichert mal wieder albern vor sich hin. Doch auch diese Aufgabe bewältigt Fiona auf Biegen und Brechen - und egal, was man über sie denken mag: Sie schlägt sich wirklich gut! Gang 6, eine „Pizza Quattro Stagioni" mit Mehlwürmern, Kakerlaken, Regenwürmer und Grillen, zieht an uns vorbei, den Claudelle verweigert den Happen und verzichtet auf den Stern. Der siebente und letzte Gang ist dann die Krönung der Dschungel-Diät: Fiona darf Schafshoden probieren. „Ich hau mich weg. Da sitze ich hier und muss Penis, Leber, Blut und Hoden essen", lacht sie, doch als sie kostet, ist der Spaß vorbei: Jetzt macht sie endlich das, was sie am besten kann. Kotzen. Insgesamt gibt es vier Sterne und die Tatsache, dass Fiona in 20 Minuten mehr gegessen hat als sonst in zwei Wochen.

Georgina Fleur und Olivia Jones lästern nachts

Georgina Fleur: "Ich dachte mir, es gibt doch nichts Geileres als eine Beziehung zu einem schwulen Fußballer!"
Apropos Futter: Die Nachtwache von Olivia Jones und Georgina Fleur wird zum verbalen Eldorado für Liebhaber von drittklassischen Boulevardblättern. Unerbitterlich ziehen sie über das Who is Who der F-Prominenz her und wir erfahren: Die Fernanda Brandao, „mit der kann man gut feiern, aber die ist ein bisschen sexsüchtig", Sabrina Setlur „ist so schlimm" und Boris Becker „eine männliche Verona Pooth". Olivia urteilt fachkundig: „Die ziehen immer ihre Kinder an die Öffentlichkeit und machen Fotos, und die Kinder werden dann genauso wie Allegra." Am amüsantesten ist jedoch der Moment, als Möchtegern-Spielerfrau Georgina erzählt, dass sie mal von einem Agenten als Freundin für einen homosexuellen Fußballer angefragt wurde. „Da kriegst du Geld und geile Events. Ich dachte mir, es gibt doch nichts Geileres als eine Beziehung zu einem schwulen Fußballer. Ich hab 'nen geilen Typen, der voll viel Geld hat!" Ja ja, das Sams ist rund und Georginas IQ hält 90 Minuten.

Georgina Fleur ist sauer

Georgina Fleur: „Der Jerome, der muss sich in Berlin gar nicht mehr blicken lassen. Der kommt auf die Blacklist!"
Georgina ist es übrigens auch, die die weltberühmte Sams-Affäre wieder aufwühlt. Sie stellt Fiona zur Rede, die verzweifelt versucht, den Schaden zu begrenzen. Zumindest vor den Campinsassen. „Ich frage mich, warum er das gemacht hat. Ich verstehe das nicht. Bin auch ein bisschen enttäuscht von ihm, weil das so unnötig war. Von meiner Seite aus kann ich dir nur sagen, dass es mir leid tut, dass er das geschrieben hat." Doch Georgina ist weiterhin auf Krawall gebürstet und droht mit Konsequenzen. Sie gibt die Puffmutti der Berliner Nachszene und kündigt an: „Der Jerome, der wohnt ja in Berlin. Der muss sich in Berlin gar nicht mehr blicken lassen irgendwo. Ich glaube, der hat in jedem guten Club jetzt Hausverbot. Jerome kommt auf die Blacklist!"

Auf der Blacklist der Zuschauer landet übrigens Iris Klein. Die Katzenberger-Muddi der Nation hat ausgelästert und verschwindet von nun an hoffentlich verschämt im Off. TA!

Gewinner des Tages:Olivia, weil sie die nächtliche Schatzsuche von Georgina und Patrick herrlich kommentiert: „Georgina, brauchst du ein Kondom? Toll, jetzt darf die mit Patrick in einer Höhle übernachten - das wäre mein Part gewesen!"
Verlierer des Tages:Claudelle, oder: Kotzdelle. "Unter uns": In der Dschungelprüfung hat sie kläglich versagt.

Alle Infos zu „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de.

Georgina Fleur und Patrick Nuo müssen zur Dschungelprüfung
 

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