#IchbinFeministin - Ein Hashtag stellt sich der Frauenministerin entgegen

Frauenministerin Susanne Raab hat am Internationalen Frauentag den Feminismus erneut in Frage gestellt. Als Gegenreaktion bekennen sich Nutzer*innen in sozialen Netzwerken nun ganz klar und eindeutig: #IchbinFeministin.

Kritik an Frauenministerin Raab

War ihre Vorgängerin, Juliane Bogner-Strauß, zumindest nach Eigenaussage noch eine "pragmatische Feministin", lehnt Raab den Begriff ab. Er sei ein ideologischer Begriff ohne eindeutige Definition - und so ein Etikett, das sie sich nicht umhängen lassen wolle. Die Worte der Frauenministerin sorgten am Sonntag für Kritik (und ein bisserl Spott) in sozialen Netzwerken.

Widerstand in Hashtag-Form: #IchbinFeministin

Auf Instagram wollen Nutzer*innen nun kontern. Mit dem simplen Sujet und Hashtag #IchbinFeministin soll der Frauenministerin gezeigt werden, dass 'Feministin' kein F-Wort ist, das man nicht sagen darf. "Eine Frauenministerin, die nicht dazu steht, Feministin zu sein, sollte sehen, wie viele Frauen in Österreich es sind", schreibt Nunu Kaller, Autorin und Aktivistin im ersten Posting mit den charakteristischen schwarz-roten Balken.

Podcasterin Beatrice Frasl, die den feministischen Podcast 'Große Töchter.' betreibt und sich regelmäßig auf Instagram zum aktuellen gesellschaftspolitischen Geschehen äußert, findet noch deutlichere Worte: "[Susanne Raab] hat klar artikuliert, dass sie ihre Arbeit als Frauenministerin nicht verrichten möchte, denn eine Feministin tut per definitionem genau das, wofür eine Frauenministerin im Amt ist und bezahlt wird: sich auf politischer, ökonomischer, sozialer Ebene für eine gleichberechtigte Gesellschaft einsetzen."


Die Idee zum Hashtag stammt ursprünglich vom Fund of Excellence, einem Investment Fund, der sich im Posting auf Instagram aber nicht dezidiert geäußert hat.

 

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