"Ich wünschte, ich hätte nie mit dem Stillen angefangen"

Eine Australierin macht auf Instagram anderen Frauen Mut: "Es ist wichtig, dass alle Mütter wissen, dass sie eine Wahl haben."

Das australische Reality-TV-Starlet und Mutter Maddi Carter spricht auf ihrem Instagram-Profil offen über ihre negativen Erfahrungen mit dem Stillen ihres Kindes und bricht damit ein Tabu. Denn immer noch fühlen sich viele Mütter von der gesellschaftlichen Erwartungshaltung an das Muttersein unter Druck gesetzt und vernachlässigen oft ihre eigenen Bedürfnisse, um den Ansprüchen gerecht zu werden.

Ehrliche Worte via Instagram

Die 29-jährige Mutter schreibt auf Instagram offen: "Ich wünschte, ich hätte niemals mit dem Stillen angefangen."

Nachdem sie ihren ersten Sohn gestillt hatte, entschied sich die Mutter nach der Geburt ihres zweiten Kindes dagegen. Unter einem Foto erklärt sie, warum sie diesen Entschluss getroffen hat: "Nun sind es drei Wochen, dass ich meinen 4 Monate alten Sohn nicht mehr stille und ich fühle mich wie ein neuer Mensch. Eine bessere Mutter, eine bessere Ehefrau. Ich habe mehr Energie. (...)

Ich habe endlich mehr Zeit für meinen älteren Sohn und fühle mich zu meinem Ehemann mehr hingezogen. Ich scheue nicht davor, in die Öffentlichkeit zu gehen. Ich fühle mich in meiner Kleidung wieder wohl, weil nicht ständig etwas durchsickert und muss diese ungemütlichen Umstands-BHs endlich nicht mehr tragen. (...)

Ich weiß, dass diese Meinung viele negative Kommentare anziehen wird, aber ich finde es wichtig, dass andere Mütter wissen, dass sie ein WAHL HABEN. Es gibt so viele verschiedene Wege, Mutter zu sein. Was viele Mütter aber vergessen ist, dass auch MAMA selbst GLÜCKLICH SEIN MUSS."

"Ich habe mich wie eine schlechte Mutter gefühlt!"

Die Australierin erhielt gemischte Reaktionen auf ihren ehrlichen Post. Viele Nutzerinnen unterstützten die Mutter und stimmten ihr zu.

Eine Mutter kommentierte: "Ich habe Stillen für eine Weile probiert und hatte große Probleme. Mir ging es miserabel, ich habe die ganze Zeit geweint und mich wie eine schlechte Mutter gefühlt. Als ich mich gemeinsam mit meinem Partner gegen das Stillen entschlossen habe, fühlte ich mich wie ein neuer Mensch". "Danke, dass du genau das Gefühl beschreibst, das ich damals beim Stillen meines Sohnes hatte", schrieb eine weitere Nutzerin.

Ein Vater bekräftige Maddi ebenfalls: "Als meine Frau ein Kind gebar, unterstützte ich sie und unseren Sohn. Sie konnte nie stillen, also bin ich jede Nacht 2-3 Mal aufgestanden, um unser Baby zu stillen. Ich ging für zwei Monate in Vaterkarenz und fütterte unseren Sohn und kümmerte mich um den Haushalt. Meine Frau hat ihren Part für neun Monate erledigt und dann war ich dran. Ich habe ihre Entscheidung gegen das Stillen nie in Frage gestellt. Auch heute, 7 Jahre später, zweifle ich nicht daran".

Doch die 29-Jährige musste für ihre Aussage auch Kritik einstecken: "Stillen ist immer besser als Muttermilchersatz. Das sollte man niemals vergessen", schrieb ein Nutzer.

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Eine weitere Mutter kommentierte: "Ich wünschte, du würdest das Stillen genießen. Wenn du es aber nicht kannst und Schmerzen empfindest, hast du sicherlich die richtige Entscheidung getroffen".

Egal, ob man nun Maddis Meinung ist oder nicht, in einer Sache hat die junge Mutter auf jeden Fall recht: Trotz allem gesellschaftlichen Druck und der Erwartungshaltung an das Muttersein sollte man dabei nie auf seine eigenen Bedürfnisse vergessen. Auch Mama muss glücklich sein dürfen!

 

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