Ich unterstütze

Jede vierte bis fünfte Frau ist mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen - trotz eines Gewaltschutzgesetzes! Auf diese Tatsache möchte eine Initiative des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser in der internationalen Kampagne "Ich unterstütze" aufmerksam machen.

Die Zahlen sind erschreckend: "Jede vierte bis fünfte Frau in Österreich ist mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt durch einen nahen Angehörigen betroffen", berichtet Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser, AÖF.

Um gegen diese Tatsache weiter vorzugehen, hat Österreich am 14. November 2013 die "Istanbulkonvention" (Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt) unterzeichnet. Damit verpflichtet sich der Staat, weitere Anstrengungen zu treffen, um Frauen effektiv vor Gewalt zu schützen.

Ich unterstütze!

Diese Ziele verfolgt auch die internationale Informationskampagne "Ich unterstütze", die der Verein Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ins Leben gerufen hat. Die Kampagne wurde zusammen mit anderen europäischen Staaten (Serbien, Slowenien, Kroatien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina), der European Women's Lobby und WAVE (Women Against Violence Europe) entwickelt. Auf der Website www.ichunterstütze.org kann eine entsprechende Unterstützungserklärung unterschrieben werden. "Viele Politikerinnen und Politiker haben mit ihrer Unterschrift bereits ein wichtiges Zeichen gesetzt. Für die Zukunft wünschen wir uns, dass möglichst viele Österreicherinnen und Österreicher die Kampagne unterstützen und mit ihrer Unterschrift gegen Gewalt an Frauen und Mädchen Stellung beziehen", so Rösslhumer.

"Gewalt gegen Frauen wird bisweilen immer noch bagatellisiert bzw. mit keinen oder nur sehr geringen Strafen geahndet", so Brigitte Hornig vom Österreichischen Frauenring, zu dem AÖF zählt. Auch im Bereich der psychischen Gewalt ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten: Psychische Gewalt hat vielfältige Erscheinungsformen und kann oft mehr verletzen als physische Gewalt. "Jede Frau und jedes Kind hat ein Recht auf Schutz und Sicherheit, auch Migrantinnen, Asylwerberinnen und Frauen ohne Dokumente müssen österreichweit Aufnahme in Frauenhäusern finden. Keine Frau und kein Kind darf aus finanziellen Gründen abgewiesen werden!", sagt Maria Rösslhumer vom Verein AÖF.

Hilfe bei Gewalt erhalten Sie bei der Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800/222 555, kostenlos, rund um die Uhr. Siehe auch www.frauenhelpline.at
 

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