Ich liebe Rohkost!

Dachte Wienerin-Autorin Eva zumindest bis vor kurzem. Dann aber ist sie darauf umgestiegen, nur noch roh zu essen. Gar nicht so einfach! Auch, weil erstaunlich viele Lebensmittel bearbeitet sind und damit nicht als Rohkost gelten. Zum Glück gibt es viele tolle Rohkost-Rezepte!

Stellen Sie sich vor: Sie verzichten künftig auf Milch, Milchprodukte, Zucker (und somit auch auf Schokolade und andere Süßspeisen), Fleisch, Fisch, Meerestiere, Korn und somit auch auf Brot, Eier, Kartoffeln, Tee, Kaffee, gekochte Speisen und noch einiges mehr. Das ist Rohkost.

Die Idee hinter dem raw food-Trend ist: Bei einer allzu heißen Bearbeitung gehen die Vitamine, Mineral- und Nährstoffeverloren - und deswegen gilt es diese durch den Konsum roher Ware zu erhalten.

Die Rohkost-Familie.

Ganz schön hart - auf den ersten Blick. Zum Glück wird aber auch bei der Rohkost nicht alles so kalt gegessen, wie es auf den ersten Blick wirkt. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel: Suppe ist erlaubt. Dabei wird dann das ausgekochte Gemüse einfach entfernt. Ebenfalls in Ordnung: gedünstetes Gemüse, welches mit rohem Gemüse kombiniert wird. Und schließlich gibt es ja auch noch kalte Gemüsesuppe, also Gazpacho. Rohkostbücher empfehlen auch Salate, Smoothies, Sorbets sowie rohen Fisch oder rohes Fleisch in Kombination mit Gemüse.

Die wichtigsten Infos über Rohkost und meine Erfahrungen am ersten Tag finden Sie auf Seite 2.

Zutaten:
1 1/2 Tassen Leinsamen
4 Tassen gemahlene Mandeln
1 halbe Zwiebel
italienische Kräutermischung
Meersalz
Saft einer halben Zitrone

Zubereitung:
Den Leinsamen in derselben Menge Wasser für ca. 15 Minuten einweichen. Alle Zutaten vermengen. Dann einen Teig daraus formen. Auf ein Brett geben und Scheiben schneiden. Diese dann in einem Dörrautomaten bei 45 Grad Celsius für sieben Stunden backen. Oder für zwei bis drei Stunden im Ofen bei 45 Grad Celsius zubereiten. Scheiben dabei öfter wenden.

Dieses und weitere Rezepte finden Sie hier.

So schaut Rohkost aus:

Wer ebenfalls gerne einmal Rohkost ausprobieren möchte, hier die wichtigsten Grundregeln in Kürze:

  • Ein übliches Frühstück besteht aus einer Obstsorte.
  • Wenn Früchte konsumiert werden, sollte jeweils nur eine Sorte ausgewählt werden.
  • Danach sollte, je nachdem wie viel Obst konsumiert wurde, zwischen einer halben Stunde und zwei Stunden gewartet werden, bis man wieder zu einer anderen Frucht greift.
  • Früchte, eventuell kombiniert mit Bananen und Nüssen, können auch eine ganze Hauptmahlzeit ausmachen.
  • Gemüse hingegen darf immer gegessen werden, auch direkt nach Früchten.
  • Nach 16 Uhr sollte kein Obst mehr auf dem Tisch landen.
  • Nach 18 Uhram besten gar nichts mehr essen.

Mein erster Tag begann jedenfalls mit einem selbst gemachten Rohkostbrot und nicht mit Obst, denn dieses folgte über den Tag verteilt noch häufig genug. Das Abendessen: Mein Brot kombiniert mit viel Gemüse und Rohschinken. Ich könnte somit nicht behaupten, dass mir etwas gefehlt hat. Als echter Kohlenhydratejunkie bin ich jedoch gespannt, wie schwer mir der Verzicht auf Nudeln, Reis, Kartoffeln und Brot auf Dauer fällt. Lesen Sie mehr im 2. Teil in den kommenden Tagen.

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