Ich liebe alles an Weihnachten (egal wie viel ihr noch alle herumgrantelt)

An alle Grinches und Weihnachtsgrantler: Eure Schimpferei tut mir überhaupt nix, denn ich liebe alles an Weihnachten. Während ich unterm Jahr so gar kein Fan von Kitsch bin, kann’s mir zu Weihnachten gar nicht kitschig genug sein.

Weihnachtsliebe

Es ist ja so: Eigentlich bin ich nicht wirklich kitschig veranlagt und Kapitalismus hätten wir, wenn’s nach mir, geht am besten gestern schon angezündet, aber zu Weihnachten setzen scheinbar alle rationalen Denkmechanismen bei mir aus. Ab September schreibe ich Listen, was ich heuer wem schenken möchte, plane die ausgefallensten Geschenke, male mir aus, wie meine Liebsten beim Auspacken wohl reagieren werden und – das Allerwichtigste – ich kontaktiere den Christbaumkäufer meines Vertrauens. Ja, im September. Das Christbaum-Shoppen ist nämlich nur einer der vielen Gründe, warum ich Weihnachten liebe:

1. Das Christbaum-Aussuchen

Ich meine das ernst, wenn ich sag, dass mir die Weihnachtszeit gar nicht früh genug beginnen kann. Und das Aussuchen des perfekten Baums ist natürlich essentieller Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Schön buschig soll er sein, die Spitze nicht zu schief oder zu lange und eine A-Linie wie aus dem Bilderbuch muss er haben, der perfekte Christbaum. Der Christbaum-Dealer meines Vertrauens Rudi weiß mittlerweile, wie picky ich sein kann und dass mir die bei ihm am Hof erhältliche Auswahl eine Woche vor Weihnachten oft nicht reicht. So hab' ich seit einigen Jahren einen Schlüssel zu seiner Christbaumkultur am Berg – wohl zum Schutz seiner eigenen Nerven. Jedes Jahr im September geht’s also zum ersten Mal hoch zur Kultur, ich markiere Bäume, die sich bis Weihnachten gut entwickeln könnten und Ende November wird dann der finale Christbaum ausgesucht – und ja, das ist vielleicht ein bisserl verrückt, aber ich liebe alles an dem Prozedere (und habe am Ende den schönsten Baum von euch allen, don't @ me).

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2. Die Weihnachtsfilme

Die Zeit zwischen September und Dezember wird dann mit Weihnachtsfilmen überbrückt. Manch eine*r würde sagen, dass die Storylines in Weihnachtsfilmen seicht seien, aber oider, dann habt ihr Weihnachten einfach nicht verstanden. Ich verstehe ja generell nicht, warum man sich mit Spannung geladene Thriller anschaut. Ich schaue einen Film ja, weil ich danach entspannt und nicht angespannt sein will. Und dafür eignen sich Weihnachtsfilme nunmal perfekt: Man muss nicht viel nachdenken, die Storyline ist immer ähnlich (schön): Die Guten bekommen Recht und die Bösen sind in Wahrheit eh auch gar nicht so böse, weil es ist ja Weihnachten und da haben sich dann am Ende des Tages ja doch alle lieb.

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3. Das Geschenke-Besorgen

Call me crazy, aber ich lieb's tatsächlich jedes Jahr wieder mit Tausenden Gleichgesinnten von Geschäft zu Geschäft zu hetzen und das Beste für die Liebsten auszusuchen. Klar gäb’s natürlich viel zu kritisieren an diesem Kaufrausch der Konsumgesellschaft, aber wie gesagt: Rationales Denken ist vor und zu Weihnachten in meinem Hirn leider nicht verfügbar und ich lieb's jedes Jahr wieder, mir kleine Nettigkeiten für Familie und Freund*innen zu überlegen und mir beim Besorgen der Geschenke schon vorzustellen, wie ihnen das wohl gefallen könnte.

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4. Die Dekoration

Vielleicht liegt’s an der Dekoration, dass das mit dem rationalen Denken nicht so hinhaut bei mir. Es ist nämlich jedes Jahr gleich: Sobald ich die ersten Lichterketten (Außer die bunt blinkenden! Seriously, Leute, es gibt Grenzen!) seh, ist es geschehn um mich. Man trifft mich dann außerhalb der Arbeitszeiten nur noch auf Geschenkemission mit der Justin Bieber-Weihnachtsplaylist im Ohr. (Don’t judge! Bin Belieber der ersten Stunde. <3)

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5. Das Zusammenkommen

Weihnachten ist in den Kreisen, in denen ich groß geworden bin, ein Fixpunkt. Da kommen alle wieder heim, da gehen alle wieder ins selbe Beisl und reden alle wieder die selben Sachen wie jedes Jahr: "Und was machst du so?", "Hast deinen Freund noch?", "Wie geht’s der Mama?" – und das klingt vielleicht alles ein bisserl nervig, aber ich mag dieses Heim- und Zusammenkommen. Und ja, ich gehöre zu den wenigen Menschen, die sogar die zig Familienfeiern rund um die Weihnachtszeit ganz nett finden. Tief drin lieb ich sogar die Diskussionen mit Onkel Herbert über Feminismus ein bissi (weil ich ihn wie jedes Jahr burne, eh klar).

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7. Die Stabilität

Am Ende des Tages lieb ich an Weihnachten am allermeisten, dass es jedes Jahr das gleich ist. Und das scheint bei vielen so zu sein. Bei der Frage "Und wie feierst du Weihnachten?" müssen die wenigsten lange überlegen – eben, weil es in den meisten Familien seit Jahren immer das gleiche Prozedere ist. Und vielleicht ist es genau das, was mich an Weihnachten am glücklichsten macht: Dass jedes Jahr um diese Zeit der verrückte Alltag mit ein bisserl Stabilität unterbrochen wird. Das - und Lichterketten. Hach!

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