Ich lese gerade... "Blood on Snow"

In unserer Serie "Ich lese gerade..." geben geben wir einen Einblick in den Lesestoff vom WIENERIN-Team. Geschäftsführer Andreas Raab schwärmt für "Blood on Snow" von Jo Nesbø.

„Blood on Snow“ klingt sehr plakativ und man könnte ein Skript à la „Kill Bill“ erwarten. Aber dem ist nicht so. Autor ist nämlich in diesem Fall nicht Quentin Tarantino, sondern Jo Nesbø. Der norwegische Krimistar ist dafür bekannt, seine Geschichten ausgefallen zu gestalten. Darauf habe ich mich verlassen und in der Buchhandlung zum Krimi gegriffen - auch wenn mich Titel und Cover nicht angesprochen haben.

Fesselnd trotz Eigenheiten

Eigenwillig, anders und überraschend. In der Ich-Perspektive erzählt der junge, orientierungssuchende Olav seine Geschichte. Davon, wie er sich seine Brötchen als Auftragsmörder verdient. Olav ist aber nicht nur ein Killer. Durch die tollpatschige Art und Weise mit seinen Problemen umzugehen ("Wie finde ich je eine Frau?") weckt er Sympathien bei mir. Das Buch nimmt fahrt auf, als Olav ausgerechnet die Frau umbringen soll, in die er sich gerade erst verliebt hat. Es entwickelt sich eine mitreißend spannende Geschichte mit vielen Hindernissen und Überraschungen. Ich war sprichwörtlich lesesüchtig und konnte den Roman - trotz seiner Eigenheiten - nicht zur Seite legen.

Mein Fazit:

„Blood on Snow“ ist ein dynamischer, direkter und harter Thriller. Ein gelungener Auftakt zu einer Trilogie verstörender aber gleichzeitig anziehender Krimis aus einem speziellen Blickwinkel. Der Thriller ist im Ullstein-Verlag erschienen und kann hier bestellt werden. Die Filmrechte daran besitzt übrigens kein Geringerer als Leonardo DiCaprio.

 

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