"Ich kann mich nicht selbst akzeptieren, wenn ich mehr als 90 Kilogramm wiege"

Gewichtsschwankungen haben Oprah Winfrey die letzten 40 Jahre ihres Lebens und ihrer Karriere begleitet, seit einiger Zeit spricht die Ikone schon von Selbstakzeptanz und -liebe. Die hat aber maximal 90 Kilo.

Zehn Jahre später, 2015, verkündete Winfrey einen Gewichtsverlust von 18 Kilo und einen endlich gesunden Lebensstil durch Weight Watchers. Am Unternehmen ist sie mit 10% beteiligt. In einem Interview für ein langes Feature über das Geschäft mit dem Gewichtsverlust in der The New York Times spricht sie über ihre Erfahrungen mit Body-Positivity und Selbstakzeptanz - die bei ihr mit 90 Kilo aufhört.

"Damit dein Herz pumpen, pumpen, pumpen, pumpen kann, braucht es das am niedrigsten mögliche Gewicht. Also an all diese Leute sagen 'Oh, Ich muss mich akzeptieren wie ich bin' - Ich kann mich nicht akzeptieren, wenn ich mehr als 90 Kilo wiege..."

Aus gesundheitlichen Gründen, wie Winfrey betont, "...weil es zuviel Arbeit für mein Herz bedeutet. Mein Blutdruck steigt. Ich habe ein erhöhtes Risiko an Diabetes zu erkranken, Diabetes liegt in meiner Familie."

Das ist keine Absage an die Body-Positivity. "Diese ganze Sache von wegen 'sich selbst akzeptieren und weitermachen' - das sollte jeder machen, 100%ig."

KritikerInnen sagen jedoch: Den eigenen Selbstwert an eine spezifische Zahl auf der Waage zu koppeln, hat mit Body-Positivity nichts zu tun. Am Ende propagiert Oprah Winfrey aber auch nichts Anderes als die Akzeptanz der Grenzen des eigenen Körpers. Natürlich wäre das aber einfacher zu glauben, wenn es nicht von der Miteigentümerin einer der größten Diätfirmen der Welt kommen würde.

 

 

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