"Ich habe die Probleme alleinerziehender Mütter unterschätzt"

Sheryl Sandberg, Facebook-COO und Buchautorin, gibt zu, dass sie bis jetzt zu wenig über die Herausforderungen alleinerziehender Mütter gesprochen hat.

Sheryl Sandberg ist Facebook-Geschäftsführerin, eine der reichsten Frauen der Welt und das Gesicht einer elitären Frauenbewegung: "Lean In" ist der Titel ihres Buches, in dem es darum geht, dass Frauen sich in der Arbeitswelt mehr durchsetzen sollen. Das mag zwar ein guter Rat für gutausgebildete, priviligierte Frauen sein, das Buch unterlag aber immer der Kritik, dass sie wenig auf die Herausforderungen von Frauen einging, die sich private Kinderbetreuung und eine Top-Ausbildung nicht leisten können.

Wenn wir Muttersein feiern, sollten wir uns ganz besonders bei jenen Frauen bedanken, die unsere Kinder alleine groß ziehen.
von Sheryl Sandberg

Vor einem Jahr starb allerdings Sandbergs Mann Dave, und diesen Muttertag begeisterte sie mit einem empathischen Facebook-Posting, in dem sie allen alleinerziehenden Frauen zu ihren Leistungen gratulierte. Sie erkennt an, dass sie aufgrund ihres Reichtums enorme Privilegien genießt, die die meisten alleinerziehenden Frauen niemals wahrnehmen können, und dass sie deren Herausforderungen mehr thematisieren hätte sollen.

Muttertagsposting gratuliert alleinerziehenden Frauen

"In Lean In habe ich darüber geschrieben, wie wichtig ein liebender und unterstützender Partner ist - und wie wichtig Dave für die Entwicklung unserer Kinder und auch für meine Karriere war. Einige haben damals bemängelt, dass ich nicht genug über die Schwierigkeiten alleinerziehender Mütter geschrieben habe, und sie hatten recht.

Ich werde niemals alle Probleme und Herausforderungen verstehen, mit denen die meisten alleinerziehenden Mütter konfrontiert sind, aber ich verstehe sie besser als vor einem Jahr. Wir gehen noch immer davon aus, dass jede Familie aus einem heterosexuellen Paar besteht, und das stimmt einfach nicht mehr. Seit Anfang der 1970er, hat sich die Anzahl der alleinerziehenden Mütter in den USA verdoppelt. 30 Prozent aller Familien sind Alleinerzieher-Familien, und 84 Prozent davon sind Frauen. Und in unsere kulturellen Annahmen kommt das fast nicht vor."

Spricht auch über Schwierigkeiten von Schwarzen und Latinofrauen

Sandberg schreibt außerdem darüber, wie Alleinerzieherinnen in besonderem Maße von Armut betroffen sind: "40 Prozent aller Familien von Alleinerzieherinnen leben in Armut, im Verlgeich zu nur 8 Prozent bei verheirateten Familien. Bei Latino und Schwarzen Frauen ist die Zahl noch höher."

Lesen Sie den ganzen Post hier.

 

Aktuell