Ich bin kein Frauenhasser, aber Sexist!

Morgan Freeman gibt offenbar gerne zu, dass er Sexist ist, weil er seine Produzentin gerne im kurzen Kleid sieht.

Wie "The Hollywood Reporter" berichtet hat, hat Morgan Freeman offenbar kein Problem damit, sich selbst als Sexisten zu bezeichnen. Zur Erinnerung: Sexismus bedeutet Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.

Bei einer Podiumsdiskussion auf der "Produced By Conference", sprach er mit seiner Produktionspartnerin Lori McCreary, die eine ehemalige Tech-Unternehmerin ist und die Geschäftsführerin und Mitgründerin der Firma Revelations Entertainment. Freeman erinnerte sich an ihre erste Begegnung und erzählte von dem kurzen Kleid, dass McCreary anhatte.

"Er ist kein Schwein, ich versprech's!" unterbrach der Moderator Mark Gordon, bevor er sich es dann wohl noch einmal überlegte: "Oder vielleicht doch." "Sie wird nicht gerne nur als hübsches Gesicht gesehen", fuhr der 79-jährige Schauspieler fort. "Sie will ernst genommen werden. Aber man kommt einfach nicht über dieses kurze Kleid hinweg!"

McCreary, die daneben saß, ließ sich keine Reaktion anmerken, doch Moderator Gordon ließ den Kommentar nicht einfach so stehen und merkte an, dass man diese Bemerkung als sexistisch oder frauenfeindlich sehen könnte.

"Sexistisch? Ja!", sagte Freeman, "aber ich bin kein Frauenhasser." Er lobte McCreary als "guten Menschen" und "Workaholic".

Die Grenze zwischen Sexismus und Misogynie (diese Wort hat Freeman im Englischen benutzt), also Frauenhass, mag existieren, aber sie ist schmal. Natürlich sagt niemand offenkundig von sich, dass er Frauen hasst, aber unverfrohren zuzugeben, dass man gerne sexistische Kommentare macht, kommt nahe dran und ist ziemlich verrückt. Von jemandem, dessen Produktionsfirma uns "Madame Secretary" geschenkt hat, hätten wir mehr erwartet. Zu sagen, dass man seine Geschäftspartnerinnen gerne im kurzen Kleid sieht, ist kein Grund, stolz zu sein.

 

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