Hypoxi

miss-Redakteurin Monika Affenzeller berichtet über Woche 2/2.

Woche 2/2

Es ist soweit: Mit einer weiten Trainingshose gehts ab in den liegenden Hypoxi-Apparat. Dafür wird mir der Pulsmesser und auch ein Temperaturmesser am Oberschenkel angelegt. Außerdem wird mir meine Problemzone, der Bauch mit einem Algenkonzentrat eingeschmiert, dass soll die Entschlackung fördern. Riecht nicht schlecht und wenns hilft, bitte gerne! Und jetzt heißts Arme in die Höhe!

Die Trainerin stülpt mir eine Art Reifen-Rock über den Kopf, der sitzt dann eng von der Taille beginnend bis zum Hintern abstehend. Mit diesem komischen Outfit platziere ich meine Beine auf den Pedalen, die in einem Hohlraum in einer Art Kapsel sind und leg mich hin.
Soweit, so gemütlich. Dann wird die Klappe geschlossen und durch den Reifenrock ist alles luftdicht. So radle ich wohlgemut meinen 30 Minuten entgegen.

Ich lese ein deutsches Klatschblatt, doch dann wirds wirklich anstrengend. Puh! Die Wassermassen rinnen, das Gerät saugt an und lässt los und ich radle und radle. Mein Blick, längst weit weg vom Klatschblatt, ist nun stets auf die Uhr gerichtet. Ich hoffe bald das erlösende Piepsen zu hören. Doch es kommt nicht.

Mein Gesicht dürfte nun endgültig die krebsrot-Grenze überschritten haben, denn die Trainerin fragt mich wie es mir geht und reicht mir ein kühles Zitronenwasser. Ich nehme dankend an und trinke es beinahe Ex. Die Füße geben alles, dennoch schläft mir mein rechtes Bein ein. Perfektes Timing! Echt. Ich motiviere mich mit Gedanken an den nächsten Shopping-Nachmittag und dann piepst es! Yeah! Geschafft! Ja und wie...

Leicht wie eine Feder entsteige ich der Raumkapsel und werde von meinen Accessoires befreit. Ja, es geht mir gut! Nun ab in die Dusche, raus aus der Wellnessfactory und ab ins Wochenende. Ah! Das hab ich mir diesmal aber echt verdient.

 

Aktuell